17. Jänner 2007 16:33

T-Mobile 

Neuer Job für Österreich-Chef Pölzl

Die Hinweise für einen Wechsel von T-Mobile Österreich-Chef Georg Pölzl (49) zur Konzernmutter nach Bonn verdichten sich.

Neuer Job für Österreich-Chef Pölzl
© (c) APA/Schlager

T-Mobile Österreich hat am Mittwoch kurzfristig eine Pressekonferenz für Freitag einberufen. Unter dem vieldeutigen Titel "Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung" wolle T-Mobile Österreich-Chef Georg Pölz "einen Blick auf das erfolgreiche Jahr 2006 werfen und über die neuen Herausforderungen im Jahr 2007 sprechen", hieß es in der Einladung.

Kein Kommentar
In deutschen Branchen-Kreisen hatte es schon seit einigen Wochen geheißen, dass Pölzl komplett zur Konzermutter wechseln werde. Dem Vernehmen nach soll er in den vergangenen Tagen bereits in Bonn Wohnung gesucht haben. T-Mobile Österreich-Sprecherin Andrea Karner blieb am Mittwoch jedoch weiterhin bei der Aussage: "Derartige Gerüchte kommentieren wir nicht."

Mit Anfang Jänner 2007 hatte Pölzl bereits die Führung des Gesamtprojekts für das Programm "Sparen für Service" der Deutschen Telekom übernommen. Die "Startbasis" dafür ist das vom ehemaligen Deutsche Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke entwickelte Sparprogramm, mit dem bis 2010 jährlich 5 Mrd. Euro eingespart werden sollen. Erst vor Kurzem hat auch Günther Ottendorfer (38), bisher Technikchef von T-Mobile Österreich, seinen Wechsel nach Deutschland bestätigt.

3,21 Millionen Kunden
T-Mobile Österreich hatte zu Ende 2006 3,21 Mio. Kunden, weniger als 1 Mio. davon entfallen auf die im Vorjahr übernommene tele.ring. Damit liegt T-Mobile nur noch knapp hinter Marktführer A1 (Mobilkom) mit 3,5 Millionen Kunden.

Für 2006 hatte Pölzl zuletzt dank tele.ring-Übernahme und mehr Datengeschäft den höchsten Umsatzzuwachs aller österreichischen Handynetzbetreiber, einen Ergebniszuwachs und unterm Strich schwarze Zahlen in Aussicht gestellt. Der anhaltende Preisverfall dämpfe in der Branche allerdings die Umsatzzuwächse. 2005 war der Umsatz bei 885 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bei 225 Mio. Euro gelegen.




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