29. Oktober 2007 14:27

Energie 

Noch viele Stromfresser in Österreichs Haushalten

Um das Einsparungspotenzial von rund 25 Prozent zu nutzen, startete Umweltminister Pröll die Aktion "Sparmeister".

Noch viele Stromfresser in Österreichs Haushalten
© www.sxc.hu

In keinem anderen Land der EU sind so viele alte Haushaltsgeräte in Betrieb wie in Österreich. Die Zahl der jährlich verkauften Neuprodukte steigt langsamer als jene der Haushalte. Würden die alten Geräte durch neue, energieeffiziente ausgetauscht, könnte sich jeder Haushalt bis zu 25 Prozent der Energiekosten - bis zu 150 Euro jährlich - sparen. In Salzburg wurde am Montag die Initiative "Stromsparmeister" (http://www.stromsparmeister.at) vorgestellt.

Aktion hilft Brieftasche und Umwelt
Ein Beispiel: Ein 16 Jahre alter Kühlschrank benötige etwa 276 kWh pro Jahr, ein neuer nur mehr 85 kWh. Die jährlichen Stromkosten würden knapp 47 bzw. rund 14,50 Euro betragen, rechnete Umweltminister Josef Pröll (V) bei der Präsentation vor. Der Minister wies darauf hin, dass aber die Aktion nicht nur der Brieftasche der Menschen diene, sondern natürlich ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz werden könnte. Etwa ein Drittel des CO2-Ausstoßes werde von den Haushalten verursacht.

Energiesparbuch für jeden Haushalt
Wie funktioniert nun diese Initiative? In den nächsten Wochen wird an jeden Haushalt des Landes ein Energiesparbuch zugesandt. In dieses können die Wohnungsinhaber sämtliche Haushaltsgeräte eintragen und dann zu einem der rund 500 beteiligten Betriebe aus dem Elektrohandel gehen. Dieser errechnet Stromverbrauch und Kosten und stellt dem die Differenz zu entsprechenden Neugeräten gegenüber. Skeptiker können sich auch einen Energiemesser ausleihen und daheim selbst den Verbrauch der einzelnen Geräte messen.

Objektive und markenneutrale Rangliste
Auch auf der Internet-Plattform http://www.topprodukte.at sind für jede Kategorie die besten zehn bis 30 Produkte in einem Ranking angeführt, und zwar objektiv und markenneutral, wie die Initiatoren beteuerten. Der Unterschied beim Kaufpreis zwischen einem Topgerät und einem Produkt mit höherem Stromverbrauch liegt bei 22 bis 30 Prozent, sagte Wolfgang Krejcik, der Obmann des Bundesgremiums Elektrohandel, die Mehrkosten hätten sich aber schon nach wenigen Jahren amortisiert. Bedenken, dass dann neben den neuen auch die alten Geräte noch weiter verwendet werden, hat er nicht: Jeder Händler ist verpflichtet, beim Kauf eines neuen Produktes ein Altgerät kostenlos zurückzunehmen.




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