11. Oktober 2007 11:44

Verkaufs-Prozess 

Nur noch zwei Bieter im Rennen um FACC

Der französische Konzern Zodiac und der italienische Rüstungskonzern Finmeccanica rittern um oberösterreichischen Flugzeugzulieferer.

Nur noch zwei Bieter im Rennen um FACC
© APA/Airbus

Für den Kauf des oberösterreichischen Flugzeugzulieferers FACC (Fischer Advanced Composite Components) sind offenbar nur mehr zwei strategische Bieter - der französische Konzern Zodiac und der italienische Rüstungskonzern Finmeccanica - im Rennen. Das berichtete das "WirtschaftsBlatt". Eine Entscheidung soll spätestens im Frühjahr 2008 fallen.

Aus der ursprünglichen Shortlist von sechs Interessenten seien nur noch zwei übrig geblieben, verriet Fischer-Aufsichtsratschef Florian Keiper-Knorr der Zeitung. Zu Namen der zwei potenziellen Käufer habe er keinen Kommentar abgeben wollen, weil die Detailgespräche noch nicht begonnen hätten. Marktexperten würden aber den Zodiac-Konzern, der zur Zeit offensiv auf Shoppingtour unterwegs sei, und die italienische Finmeccanica (Umsatz: 12,5 Mrd. Euro) als ernstzunehmende Bieter nennen, hieß es in dem Artikel.

Fischer und Salinen
FACC-Haupteigentümer sind derzeit der Skihersteller Fischer und die Salinen Austria, die dem Industriellen Hannes Androsch und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich gehören. Sie halten jeweils rund 47,5 Prozent. Fünf Prozent hält FACC-Geschäftsführer Walter Stephan. "Die beiden Kapitalpartner haben sich bezüglich des Verkaufs auf eine gemeinsame Vorgehensweise geeinigt", sagte Keiper-Knorr. Ein entscheidendes Kriterium sei der Preis, aber auch die "Standortfrage und Beschäftigungsgarantien sind ein Thema".

Das Geld aus dem möglichen FACC-Verkauf sei von der Fischer-Gruppe bereits verplant. "Der Großteil des Geldes wird in unsere bestehenden industriellen Aktivitäten fließen. Vor allem das Wachstum der neuen Fischer-Automotive-Firma FCT wird viele Mittel brauchen", berichtete Keiper-Knorr.




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