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OECD-Prognose

Ö-Wirtschaft schrumpft 2009 um 4,3 %

Wien/Paris, 24. Juni 2009 Die OECD prognostiziert in ihrem jüngsten Ausblick für Österreich eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung um 4,3 Prozent in diesem Jahr. 2010 erwartet sie ein heimisches Minus von 0,1 Prozent - Deutschland, Frankreich und Italien sollen dann bereits wieder wachsen.

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Die Wirtschaftstätigkeit sei Anfang 2009 stark eingebrochen, vor allem aufgrund des Export-Einbruchs. Im Vergleich mit dem Euroraum stehe Österreichs Wirtschaft allerdings nicht ganz so schlecht da: Bisher war der BIP-Rückgang in Österreich geringer als im Euroraum insgesamt.

Stabilisierung dank Gegenmaßnahmen
Die seit September 2008 ergriffenen Maßnahmen der Politik wirken laut OECD dem Abschwung entgegen und sorgen für eine Stabilisierung der Lage an den Finanzmärkten. Allerdings schließen die Experten auch nicht aus, dass weitere Stützungsmaßnahmen für den Finanzsektor notwendig sein werden, um den Abwärtsrisiken zu begegnen. Angesichts der sich verschlechternden Haushaltsposition sollte bald eine "glaubwürdige mittelfristige Konsolidierungsstrategie" formuliert werden. Die Haushaltsreformen sollten fortgesetzt werden, um die Konsolidierungsbemühungen zu erleichtern.

Weltweite Erholung kommt 2010
Die Weltwirtschaft wird der OECD zufolge im kommenden Jahr fast doppelt so schnell wachsen wie bisher angenommen. Die OECD hob ihre Prognose von 1,25 auf 2,3 Prozent an. Die weltweit aufgelegten Konjunkturprogramme, der leicht anziehende Welthandel und günstige Finanzierungsbedingungen dürften für eine "bescheidene Erholung" sorgen. Für dieses Jahr erwartet die OECD einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung von 2,2 Prozent. Im März wurden noch minus 2,75 Prozent vorhergesagt.

USA als Wachstumslokomotive
Von den sieben größten Industrieländern (G-7) werden die USA im kommenden Jahr die besten Wachstumschancen eingeräumt. Die weltgrößte Volkswirtschaft werde um 0,9 Prozent wachsen. Bisher hatte die OECD mit Stagnation gerechnet. Auch werde die Rezession in dem Land, in dem die weltweite Finanzkrise ihren Ausgang nahm, in diesem Jahr milder ausfallen aus zunächst gedacht. Die Wirtschaft werde um 2,8 (alte Prognose: 4,0) Prozent schrumpfen.

Noch mehr Arbeitslose befürchtet
In Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Kanada soll sich 2010 jeweils ein leichtes BIP-Wachstum einstellen. Ungeachtet der leicht verbesserten Konjunkturaussichten befürchtet die OECD einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit.

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