27. Februar 2009 23:25

Bis Mitte 2010 

ÖBB müssen 100 Mio. Euro einsparen

Der Plan für die nächsten 1,5 Jahre sieht vor, dass keine Mitarbeiter gehen müssen. Sie müssen aber im Konzern wechseln.

ÖBB müssen 100 Mio. Euro einsparen
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"Aus heutiger Sicht" müssen die ÖBB in den nächsten 1,5 Jahren 100 Mio. Euro einsparen. Das wird laut ÖBB-Chef Peter Klugar ohne Kündigungen möglich sein, allerdings gibt es Verhandlungen mit der Gewerkschaft über mehr Flexibilität der Mitarbeiter. So sollen Mitarbeiter aus dem Güterverkehr auch in der Infrastruktur arbeiten, so Klugar gegenüber Ö1.

Sorgenkind Güterverkehr
Außerdem will er für den Güterverkehr einzelne Strecken zusperren oder vom Nacht- auf Tagesbetrieb umstellen. Ein Beispiel ist St. Valentin-Hieflau. Der Güterverkehr, die Rail Cargo Austria, hat in den letzten Monaten nämlich um 15 Prozent weniger Waren transportiert.

1,8 Mrd. Euro investieren
Klugar will trotz Wirtschaftskrise 1,8 Mrd. Euro investieren, etwa in den Ausbau von Westbahn, Unterinntal oder Koralmbahn. Aber auch die Modernisierung des bestehenden Netzes sei ihm wichtig. Durch die Investitionen würden 30.000 Arbeitsplätze gesichert, hob Klugar hervor.

Abhängig von Budgetverhandlungen
Während ein großer Teil der Mittel im Rahmenplan fixiert sei, müsse ein Teil, vor allem im Nahverkehr, in den Budgetverhandlungen fixiert werden. Wenn dort weniger verlangt werde, "müssten wir unser Angebot ausdünnen", so Klugar.

Die Bedienung der 12 Mrd. Euro schweren Schulden sei durch "die Situation am Kapitalmarkt" zwar schwieriger geworden, die Mehrbelastung halte sich aber in Grenzen, solang die Republik Österreich ihr erstklassiges Rating behalte, glaubt der Bahnchef. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses wird die Bilanz 2008 aber negativ sein.




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