30. Jänner 2008 22:24

220.000 Euro 

ÖBB schließt Vergleich mit Zimmermann

Die ÖBB haben sich mit ihrem vorzeitig abberufenen früheren Infrastruktur-Vorstand Alfred Zimmermann endgültig außergerichtlich geeinigt.

ÖBB schließt Vergleich mit Zimmermann

Der Vergleich sei unter Dach und Fach, bestätigten mit den Vorgängen vertraute Kreise. Den Kreisen zufolge erhält Zimmermann um die 220.000 Euro - jenen Betrag, der ihm bis zum regulären Auslaufen seines Vertrages Ende 2007 zugestanden wäre.

Vom Vorstandsmandat abberufen
Der 54-jährige Zimmermann war am 6. Dezember 2006 von seinem Vorstandsmandat in der ÖBB-Infrastruktur Bau AG vorzeitig abberufenen worden. ÖBB-Holding-Vorstand Martin Huber begründete die Abberufung damals mit milliardenschweren Iran-Geschäfte, dem Ankauf eines Waggon-Scanners aus China und Auftragsvergaben bei einem Gesundheitsprojekt, die dem Vergaberecht angeblich nicht entsprochen hätten bzw. mit dem Aufsichtsrat nicht abgesprochen gewesen seien. Die Vorwürfe, allen voran der Zimmermann angelastete Vertrauensbruch, seien jedoch nicht haltbar und daher auch gerichtlich nicht durchsetzbar gewesen, schreibt der "Standard".

Vorwürfe immer bestritten
Zimmermann hat die Vorwürfe stets bestritten. Auch ein anlässlich seiner Suspendierung eingeleitetes ein ÖBB-Disziplinarverfahren hatte zuvor keine Ergebnisse zutage gefördert.

Gerichtsverfahren werden eingestellt
Laut dem Bericht werden sämtliche Gerichtsverfahren jetzt eingestellt. Ein Sprecher des ÖBB-Konzerns wollte dies am Mittwochabend nicht kommentieren. Er verwies in der Angelegenheit auf Aufsichtsratspräsident Horst Pöchhacker. Pöchhacker war am Abend nicht mehr erreichbar.




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