19. März 2009 08:44

Billionen-Spritze 

Ölpreise durch US-Notenbank gestützt

An den Ölmärkten herrscht bessere Stimmung.

Ölpreise durch US-Notenbank gestützt
© EPA

Die Ölpreise sind am Donnerstag gestützt durch die angekündigten Maßnahmen der US-Notenbank (Fed) gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im April stieg auf 48,90 US-Dollar (37,2 Euro). Das sind 76 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kletterte um 72 Cent auf 48,38 Dollar.

Ölmärkte erholen sich
Die Ankündigung der US-Notenbank am Mittwochabend zum Kauf von US-Staatsanleihen habe auch die Stimmung an den Ölmärkten verbessert, sagten Händler. Zeitweise war der Preis für US-Öl bis auf 49,83 Dollar geklettert. Die weitreichenden Maßnahmen der US-Notenbank dürften nach Einschätzung von Beobachtern die Wirtschaft stützen und so auch die Nachfrage nach Rohöl wieder steigern.

Billionen-Spritze gegen Kreditklemme
Im Kampf gegen die Kreditklemme hatte die US- Notenbank erneut zu schwerem Geschütz gegriffen: Die Federal Reserve kündigte gestern, Mittwoch, den Kauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren und Staatsanleihen im Wert von mehr als einer Billion Dollar an, um die Bedingungen an den Kreditmärkten zu verbessern. Zugleich beließ die Zentralbank den Leitzins auf seinem historischen Tiefstand von null bis 0,25 Prozent.

Geldpolitische Maßnahmen
Da der Leitzinssatz keinen Spielraum mehr für weitere Senkungen lässt, muss die Notenbank zu anderen geldpolitischen Maßnahmen greifen, um der Konjunktur- und Finanzkrise gegenzusteuern. "Die Federal Reserve wird unter den gegebenen Umständen alle verfügbaren Mittel einsetzen, um die wirtschaftliche Erholung voranzutreiben und Preisstabilität zu gewährleisten", hieß es von Seiten der Fed.

1,2 Billionen Dollar
Die Fed erklärte sich bereit, den Ankauf fauler Hypothekenkredite auf dem US-Finanzmarkt noch auszuweiten. Dafür sollten weitere 750 Milliarden Dollar bereitgestellt werden; damit wird die Fed inklusive früherer Käufe insgesamt etwa 1,25 Billionen Dollar für den Erwerb verbriefter Immobilienkredite aufbringen. Zudem will sie bis zu 300 Milliarden Dollar an langfristigen Staatsanleihen erwerben.




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