22. März 2008 16:11

1,3 Mio. Anträge 

Österreicher holen sich 462 Mio. Euro vom Fiskus

Immer mehr Österreicher holen sich ihr Geld vom Finanzamt zurück. Heuer zahlt es rund 462 Mio. Euro zurück.

Österreicher holen sich 462 Mio. Euro vom Fiskus
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Die Österreicher holen sich ihr Geld zurück: allein im heurigen Jahr hat das Finanzamt 462 Millionen Euro an Steuern im Rahmen der sogenannten Arbeitnehmerveranlagung, besser bekannt als Steuerausgleich, zurückgezahlt. Seit Anfang 2008 sind rund 1,3 Mio. Anträge eingelangt. Der Großteil (rund eine Mio.) betraf das Jahr 2007, der Rest ging bis auf 2002 zurück. Im Schnitt entspricht das pro Antrag rund 366 Euro, geht aus den aktuellen Zahlen hervor.

Hier gehts zu FinanzOnline

Im Jahr 2007 haben rund 2,5 Mio. Menschen einen Steuerausgleich durchgeführt, in 2,2 Mio. Fällen gab es Gutschriften. Von rund 1,3 Mio. Anträgen im heurigen Jahr kamen bereits 473.047 über FinanzOnline. Um noch mehr Bürger zu Online-Verwaltung zu bringen, plant Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) ein Pilotprojekt für die vorausgefüllte Steuererklärung.

Einfach & schnell
"FinanzOnline ist der schnellste und einfachste Weg, die Arbeitnehmerveranlagung zu machen", so Molterer, der sich selbst als "Treuhänder der Steuerzahler" sieht. Er wolle die Bürger auf ihr Recht aufmerksam machen, "die Arbeitnehmerveranlagung durchzuführen und sich das Geld zurückzuholen, das ihnen zusteht", sagte Molterer.

Wesentlich flottere Auszahlung
Der Steuerausgleich kann nicht nur über FinanzOnline, sondern das ganze Jahr auch bei den Finanzämtern eingereicht werden. Die Vorteile des Online-Dienstes seien eine kürzere Verfahrensdauer und damit eine schnellere Auszahlung, die Möglichkeit einer Vorausberechnung sowie zahlreiche Zusatzfunktionen wie das Abfragen des Steuerkontos, so das Finanzressort.

ie Arbeitnehmerveranlagung kann bis zu fünf Jahre später per Post, über FinanzOnline oder persönlich beim Finanzamt eingereicht werden. Da spätestens mit Ende Februar der Jahreslohnzettel beim Finanzamt eingelangt sein muss, besteht ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, die Arbeitnehmerveranlagung für das Vorjahr durchzuführen.




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