30. Jänner 2007 13:44

43,1 Mrd. Euro 

Österreicher kaufen wieder mehr

Der Einzelhandel hat 2006 das beste Ergebnis seit fünf Jahren eingefahren und ein Umsatz von 43,1 Mrd. erwirtschaftet. Zu den Gewinner zählt der Uhren- und Schmuckhandel, verloren hat der Modehandel.

Österreicher kaufen wieder mehr
© (c) APA/Pfarrhofer

Österreichs Einzelhandel hat im Vorjahr das beste Ergebnis seit fünf Jahren eingefahren. Mit einem realen Umsatzplus von 0,7 Prozent - was einem nominellen Plus von 1,4 Prozent entspricht - wurde ein Umsatz von 43,1 Mrd. Euro erwirtschaftet. Die Kundenfrequenz ist dagegen 2006 erneut um 0,5 Prozent zurückgegangen. Für 2007 rechnen die Händler mit einem Anhalten der guten Entwicklung, was sich in einem realen Wachstum von zumindest 1 Prozent niederschlagen soll.

Spätkäufer retteten Weihnachtsgeschäft
Der Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Erich Lemler, verspürt "frischen Wind im Handel". Schon über das Weihnachtsgeschäft, bei dem unter dem Strich 1,43 Mrd. Euro - nominell um 2 Prozent mehr als 2005 - umgesetzt wurden, sei man "sehr glücklich", wenngleich der späte Schneefall einigen Branchen Probleme machte. Wie erwartet haben viele Spätkäufer die Weihnachts-Bilanz noch ins Positive gedreht.

Gewinner und Verlierer
Eine differenzierte Entwicklung habe es im Bekleidungshandel gegeben: während das Weihnachtsgeschäft gut gelaufen sei, war diese Branche im Gesamtjahr gemeinsam mit dem Papierfach- und Buchhandel unter den Umsatzverlierern. Sieger war der Uhren- und Schmuckeinzelhandel, ergänzte Peter Voithofer, der stellvertretende Direktor der KMU Forschung Austria.

Real konnte auf Grund der größten Preissenkungen der Radio-, Elektro-, EDV-und Fotoeinzelhandel mit Umsatzsteigerungen von mehr als 6 Prozent mit Abstand das beste Branchenergebnis erzielen. Der Lebensmittel-, Bekleidungs-, Papier- und Bucheinzelhandel sowie der Einzelhandel mit Eisenwaren, Bau- und Heimwerkerbedarf konnten das Umsatzniveau des Vorjahres mengenmäßig nicht erreichen, wobei das Minus im Papier- und Buchhandel und bei den Baumärkten am höchsten ausfiel.




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