28. August 2007 17:34

Studie 

Österreichs Bankkunden sind äußerst treu

Nur ein bis zwei Prozent wechseln ihre Bankverbindung - nicht einmal die BAWAG-Krise hat die Bankkunden vertrieben.

Österreichs Bankkunden sind äußerst treu
© APA

Österreich ist ein Land mit äußerst konservativen und treuen Bankkunden. Nur sechs bis sieben Prozent der Bevölkerung kann sich den Wechsel der bestehenden Bankverbindung vorstellen, nur ein bis zwei Prozent führen ihn tatsächlich durch. Das zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK Austria, das im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach präsentiert wurde.

Trotz BAWAG-Krise
Selbst im Zuge der BAWAG-Krise im Jahr 2006 - als die Höhe der Spekulationsverluste der vormaligen Gewerkschaftsbank bekannt wurde - hätten nur geringfügig mehr Personen ihre Bankverbindung gewechselt, stellte GfK fest.

Elternhaus bestimmend
Prägend für die Bankverbindung sind oft die Eltern. Der durchschnittliche Österreicher verwendet relativ wenige Gedanken an seine Bankverbindung, zwei Drittel der Bevölkerung stehen nur mit einer Bank in Beziehung. Die Raiffeisen-Gruppe allein könne auf 60 Prozent Exklusivkunden verweisen.

Für Banken sei es daher wesentlich zielführender, sich um bestehende Kunden zu kümmern, statt neue zu akquirieren.

Mundpropaganda
Außerdem entwickelt sich ein Trend, sich über Mundpropaganda auf das Urteil von Bekannten zu verlassen. Angesichts einer Überflutung durch Werbung, eines generellen Vertrauensverlustes, eines Überangebots an Marken und immer weniger Zeit orientieren sich immer mehr Menschen am Urteil sogenannter "Influentials".




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