25. Oktober 2007 11:09

Studie 

Österreichs Manager verdienen um 3,7 Prozent mehr

Insbesondere der Anteil der Variablen Vergütung hat stark zugenommen.

Österreichs Manager verdienen um 3,7 Prozent mehr

Die Grundgehälter von Mittel- und Topmanagern in Österreich legten von 2006 auf 2007 um rund 3,7 Prozent zu. Wesentlich stärker wuchsen aber im Durchschnitt jene variablen Anteile, die heute bei Managergehältern erst die "Butter aufs Brot bringen". Dies ergab eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Mercer. Variable Vergütung ist auch in Österreich auf dem Vormarsch, heißt es. So betrug im Jahr 2007 der Anteil variabler Komponenten an der Jahresgesamtvergütung österreichischer Manager im Mittel- und Topsegment bereits durchschnittlich 30 Prozent.

Vergütungs-Praxis hat sich geändert
Die Praxis der Vergütung von Führungskräften habe sich geändert und zwar nicht bloß was Zahlen und Prozente betrifft, sondern der im Denkansatz. Die Palette werde breiter, so Mercer-Experte Sebastian Karwautz, der die Studie in Österreich leitete. Zum variablen Anteil kommen oftmals noch Long term incentives (Stock Options- oder Restricted Stock Options) sowie Benefits wie betriebliche Pensionspläne (bei 62 Prozent der Manager) und Firmenwagen (in 80 Prozent der Fälle).

Variable Vergütung am Vormarsch
Variable Vergütungen nehmen aber nicht bloß in ihrer Gewichtung zu. Die angebotene Palette reiche mittlerweile auch in den nicht-monetären Bereich hinein: So werden auch Ausbildungswerte wie z. B. Seminare oder Trainings und vielfältige Formen der innerbetrieblichen Karriereunterstützung zunehmend als Wert erkannt, nachgefragt und in die persönlichen Vergütung eingebaut.

Internationale Performancestärke von Bedeutung
Die Aufgaben und Verantwortung für die Top-Manager im internationalisierten Business haben sich vervielfacht. Das Interesse an Managern mit internationaler Performancestärke sei deutlich gestiegen und damit auch die Gehälter. Die Öffentlichkeit, hier wiederum Politik und Interessenvertretungen der Arbeitnehmer, fordern nachvollziehbare und transparentere Verhältnisse. Besonders wenn in Österreich ein Manager laut Arbeiterkammer (AK) durchschnittlich das 26-fache eines durchschnittlichen Arbeitnehmers verdient.




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