15. September 2009 13:06

Nach Magna-Übernahme 

Opel: Keine Einigung bei Staatshilfen

Ein erstes Treffen mit Vertretern der deutschen Regierung blieb ohne Ergebnis.

Opel: Keine Einigung bei Staatshilfen
© Reuters

Deutschland und die anderen europäischen Opel-Länder haben sich am Dienstagnachmittag nicht auf eine Verteilung der Milliarden-Staatshilfen für den Autobauer einigen können. Das wurde am Dienstag nach einem ersten Treffen der deutschen Regierung mit Vertretern von sechs weiteren Ländern mit Opel-Standorten in Berlin bekannt.

Spanien fordert genaue Überprüfung
Nach Belgien fordert jetzt auch Spanien eine genaue Prüfung der deutschen Opel-Hilfen durch die EU-Kommission. Sein Land lehne derzeit eine finanzielle Beteiligung ab, sagte der spanische Industrieminister Miguel Sebastian. Die Opel-Sanierung müsse als europäische Lösung angelegt sein. "Je mehr wir über die Magna-Variante erfahren, desto weniger gefällt sie uns."

In Berlin waren Spitzenrepräsentanten von mehreren europäischen Ländern mit Opel-Standorten mit deutschen Offiziellen zusammengetroffen. Österreich wurde durch einen Spitzenbeamten vertreten.

Betriebsrat wehrt sich gegen Werksschließung in Antwerpen
Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz machte indes deutlich, dass er sich mit der geplanten Schließung des Antwerpener Opel-Werks nicht abfinden will. Es bleibe bei der Forderung der Arbeitnehmer, dass es keine Werksschließungen und keine betriebsbedingten Kündigungen geben dürfe, sagte Franz. Am 23. September würden sich die europäischen Gewerkschaften daher in Antwerpen treffen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Opel stellte auf der IAA das neue Modell des Kompaktwagens Astra vor. Nach Forsters Worten wird die Fünftürer-Version des Astra noch in diesem Jahr in den Handel kommen und kann ab sofort bestellt werden. Der Basispreis liege bei 15.900 Euro. 2010 werde es zudem eine Kombivariante geben. Ein sportlicher Dreitürer sei in der Planung.

Alle neuen Astra hätten gegenüber der Vorgängerversion ihren Verbrauch um durchschnittlich 12 Prozent gesenkt, betonte der Opel-Chef. Alle Diesel-Varianten hätten einen Verbrauch von unter 5 Litern. Die Ecoflex-Variante komme auf einen Verbrauch von 4,2 Litern Diesel und einen CO2-Ausstoß von 109 Gramm. In der Entwicklung sei zudem auch ein Astra mit einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm.




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