22. April 2008 17:49

ÖBB-Umstrukturierung 

Opposition spricht von "brutalem Postenschacher"

Der vergoldete Abschied von Bahnchef Martin Huber durch den ÖBB-Aufsichtsrat lässt die Opposition toben.

Opposition spricht von "brutalem Postenschacher"
© APA

"Die Reinwaschung für Huber und (Finanzchef Erich) Söllinger durch den Aufsichtsrat ist fehl am Platz", reagiert Werner Kogler, Vorsitzender des parlamentarischen Rechnungshofausschusses und Wirtschaftssprecher der Grünen, auf die jüngsten Entwicklungen im Aufsichtsrat.

Grüne: "Völlig entglittene Entwicklung"
Die politische Verantwortung für die "völlig entglittene Entwicklung an der ÖBB-Spitze und die Steuergeldverschwendung" liege bei jenen, die diese Manager bestellt haben und bei Verkehrsminister Werner Faymann (S). "Das wird Teflon-Faymann auch durch noch so aufwendig inszenierte Winkelzüge nicht von sich fernhalten können", ergänzte Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen.

FPÖ: "Für Ordnung im Sauhaufen sorgen"
Entrüstet zeigte sich auch die FPÖ. Pikant daran: Die Bestellung von Huber und die Umsetzung der von SPÖ, Grünen und Gewerkschaften heftig kritisierten ÖBB-Reform erfolgte unter dem damaligen FPÖ-Verkehrsminister Hubert Gorbach. Nun verlangt FPÖ-Verkehrssprecher Harald Vilimsky von Faymann, "für Ordnung in diesem Sauhaufen zu sorgen und die Österreichische Bundesbahnen völlig neu zu strukturieren".

FPÖ sieht Versagen des Aufsichtsrates
Außerdem wünscht Vilimsky, dass der gesamte Aufsichtsrat zurücktritt. "Wenn man nun den Verantwortlichen - nach dem Bekanntwerden millionenschwerer Verluste - auch noch einen Persilschein auszustellen gedenke, so müsse es jetzt bei der ÖBB heißen: "Zurück an den Start!", so Vilimsky.

BZÖ: "Brutaler Postenschacher"
Auch das BZÖ, zu dem Gorbach nach der Abspaltung von der FPÖ wechselte, sieht ein völliges Versagen des Aufsichtsrates. "Ein Aufsichtsrat, der zulässt, dass horrende Abfertigungssummen auf Kosten des Steuerzahlers gezahlt werden müssen, nur damit der rote Verkehrsminister seine Postenwünsche durchsetzt, verdient keine Sekunde länger diesen Titel", so BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz. Außerdem ortet das BZÖ "brutalen Postenschacher" durch Faymann.




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