29. April 2008 19:54

Wettlauf 

Orange gewinnt vierte Mobilfunklizenz der Slowakei

Den Wettlauf um eine vierte Mobilfunklizenz in der Slowakei hat Orange Slovakia, eine Tochterfirma der France Telecom, gewonnen.

Orange gewinnt vierte Mobilfunklizenz der Slowakei
© Reuters

Das gab das slowakische Telekommunikationsamt (TU SR) am Dienstag Abend bekannt. Orange habe mit 40 Millionen Kronen (1,24 Millionen Euro) den höchsten Preis für die Lizenz geboten, begründete das Amt die Entscheidung. Der Preis war das einzige in den Ausschreibungsbedingungen genannte Auswahlkriterium.

Stärkster Anbieter im Land
Orange Slovakia ist schon jetzt vor der mehrheitlich zur Deutschen Telekom gehörenden T-Mobile Slovakia und Telefonica O2 Slovakia, einer Tochter der spanischen Telefonica, der größte von drei in der Slowakei tätigen Mobilfunkanbietern. Die Bedingungen der am 31. März vom TU SR gestarteten Ausschreibung hatten die drei bereits auf dem Markt aktiven Anbieter nicht davon ausgeschlossen, sich zusätzlich auch um die vierte Lizenz zu bewerben.

Nur wenige Mitbieter
Abgesehen von Orange Slovakia hatten bis zum Ablauf der Einreichfrist am Montag nur zwei weitere Firmen Angebote vorgelegt. Die ebenfalls schon am Markt aktive Telefonica O2 bot laut dem Amt einen niedrigeren Preis als Orange, der allerdings auf Wunsch der Firma nicht veröffentlicht werde. Der dritte Bewerber Irish Logic Systems Limited wurde hingegen von der Auswahlkommission ausgeschieden, weil er die Ausschreibungsbedingungen nicht erfüllt habe.

Wie das Telekommunikationsamt schon zum Ausschreibungsbeginn mitgeteilt hatte, ist der nun an Orange zu vergebende Frequenzblock für ein komplettes Mobilfunknetz mit besonderem Augenmerk auf schnelle Internetverbindungen über Mobiltelefon vorgesehen. Die Lizenz soll landesweit und für vorläufig zwanzig Jahre gelten. Die Dichte an Mobiltelefonen im Verhältnis zur Einwohnerzahl betrug in der Slowakei Ende 2007 laut Europäischer Kommission 102 Prozent. Laut nationaler Berechnungsmethode (für die eine Verwendung einmal pro Jahr reicht), lag die Dichte bereits bei 113 Prozent.




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