10. Oktober 2007 13:05

Exportbrücke 

PEZ verkauft nun über eBay

Mit der weltgrößten Internetauktions-Plattform eBay wurde ein neuer Vertriebspartner gefunden. Online-Auktion von PEZ-Raritäten zugunsten von UNICEF.

PEZ verkauft nun über eBay
© (c) PEZ

Zum 80er hat sich PEZ für seine "Kult"-Zuckerl etwas Spezielles einfallen lassen. Mit der weltgrößten Internetauktions-Plattform eBay wurde ein neuer, prestigeträchtiger Vertriebspartner gefunden. Dadurch soll eine "globale Exportbrücke" geschlagen werden. Mit eBay arbeite man zudem bei einer Charity-Auktion zugunsten der UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF zusammen, erklärte PEZ-Chef Stefan C. Hacker. Hier geht es zum PEZ-eBay-Shop!

Stärkung des Exports
Über den eBay-Distributionskanal, der auf der PEZ-Homepage integriert wurde, sollen weltweit vor allem Fans und Sammler erreicht werden. PEZ erwartet dadurch eine weitere Stärkung des Exports. Damit kehrt aber auch eBay quasi an seinen Ursprung zurück. Einer modernen Legende zufolge hat eBay-Gründer Pierre Omidyar die PEZ-Sammelleidenschaft seiner Frau dazu bewogen, die Auktionsplattform zu gründen.

Für UNICEF wird im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2007 auf eBay neben diversen Raritäten und Sammlerstücken eine Mickey-Maus-Spenderserie versteigert. Der Reinerlös komme komplett der Kinderhilfsorganisation zugute, hieß es.

74,5 Mio. Euro Umsatz
Die PEZ International AG mit Sitz in Linz und Produktionsstätten in Traun und Orange (USA) gehört zu 66 Prozent der Familie Haas, 34 Prozent werden von einer Luxemburger Finanzgruppe gehalten. In 90 Ländern weltweit wurde 2006 laut Unternehmensangaben mit 810 Mitarbeitern ein Umsatz von rund 74,5 Mio. Euro erwirtschaftet. 1,5 Mio. Euro davon entfallen laut PEZ auf Österreich. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 4,8 Mio. Euro. Für das heurige Jahr zeigte sich Hacker vorsichtig zuversichtlich: "Die angepeilten fünf Prozent Wachstum schaffen wir sicher. Es darf natürlich auch etwas mehr sein."

"Sportgummi"
Bis 2010 plant der "österreichische Nischenkonzern" laut Hacker eine Erweiterung seiner Produktpalette. Zudem will das Unternehmen im Zeitraum 2010 bis 2012 die 100-Million-Euro-Schallmauer durchbrechen. "Je nachdem wie sich das Verhältnis Dollar/Euro entwickelt. Wir machen ja immerhin 50 Prozent unseres Geschäfts in den USA", erläuterte Hacker. Erreichen will man das unter anderem auch durch Akquisitionen. Erst im August dieses Jahres hat PEZ zu 70 Prozent das Wiener Unternehmen A. Egger's Sohn Süßwaren und Naturmittel GmbH übernommen, dessen bekanntestes Produkt der "Sportgummi" ist.

Zuckerl-Absatz soll auf 7 Mrd. anwachsen
Das Wachstum im Kernbereich sei weitgehend ausgereizt. PEZ setze daher auf neue Produkt- und Zielgruppen sowie auf Verpackungsinnovationen. Deshalb kehrt der Pfefferminz-Bonbon-Hersteller auch zu seinen Wurzeln zurück: Sogenannte PEZ-Minimints, die etwas kleiner und im Gegensatz zu den üblichen Zuckerln auch zuckerfrei sind, sollen Kinder wie Erwachsene verstärkt ansprechen. Damit soll der Absatz der "Zuckerl" von zuletzt 5,3 auf 7 Milliarden Stück bis 2010 gesteigert werden, jener der Spender von 80 auf 100 Millionen Stück.




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