11. Februar 2009 12:38

Rote Zahlen 

Peugeot will 11.000 Stellen abbauen

Peugeot steckt tiefrot in den Zahlen: Der Autobauer erhält Staatshilfe - und will nun 11.000 Mitarbeiter entlassen.

Peugeot will 11.000 Stellen abbauen
© Keystone

Europas zweitgrößter Autobauer PSA Peugeot Citroen ist angesichts der globalen Wirtschaftskrise 2008 überraschend in die Verlustzone gerutscht und erwartet auch im laufenden Jahr rote Zahlen. Daher müssten die Ausgaben so weit wie möglich gekürzt werden, erklärte Konzernchef Christian Streiff am Mittwoch. Zudem solle die Zahl der auf Halde stehenden Neuwagen verringert werden. Vor allem das erste Halbjahr 2009 werde hart werden. 2010 würden dann wieder Gewinne erwartet.

2008 sei ein Verlust von 343 Mio. Euro angefallen, teilte der VW-Rivale mit. 2007 war noch ein Gewinn von 885 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von 180 Mio. Euro erwartet.

Am Montag hatte Peugeot ebenso wie sein Rivale Renault drei Milliarden Euro zinsgünstiger Kredite vom französischen Staat erhalten, um besser gegen die aktuelle Krise gerüstet zu sein.

PSA erwartet für heuer den Abbau von mindestens 11.000 Stellen. Die Betroffenen werden das Unternehmen wohl auf freiwilliger Basis verlassen, so das Unternehmen am Mittwoch. Ende 2007 hatte PSA knapp 200.000 Beschäftigte.




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