24. November 2008 09:44

Zukunftspläne 

Post-Vorstand spricht mit Betriebsrat

Das Management sucht den Dialog mit der Gewerkschaft. Die bleibt hart: Geht der Vorstand nicht von Sparplänen ab, droht ein Streik vor Weihnachten.

Post-Vorstand spricht mit Betriebsrat

Erstmals nach dem Eklat am 12. November, als die Belegschaftsvertreter im Post-Aufsichtsrat die Sitzung aus Protest gegen die Sparpläne des Managements geschlossen verließen, gibt es am Montag ein Gespräch zwischen dem Post-Vorstand und dem Zentralausschuss des Betriebsrates. Der Vorstand wird den Belegschaftsvertretern die vom Aufsichtsrat beschlossene „grundsätzliche Neuausrichtung des Unternehmens“ vorstellen.

„Keine Kündigungen.“
Wegen des internen Post-Strategiepapiers, das die Schließung von 1.000 Postämtern und den Abbau von 9.000 Mitarbeitern bis 2015 als Worst-Case-Szenario skizziert, ist die Stimmung extrem aufgeheizt. Die Post-Gewerkschaft droht mit einem Streik vor Weihnachten. Das Post-Management setzt auf Dialog und betont im Vorfeld des Gesprächs erneut, dass es „2009 zu keinen betriebsbedingten Kündigungen“ kommen wird. Angesichts des nach der Liberalisierung des Briefmarkts 2011 erwarteten aggressiven Wettbewerbs sei es aber unumgänglich, sich vorzubereiten.

Streikkurs aufrecht
Für die Post-Gewerkschafter hat sich die Situation indes nicht verändert. „Die Filialschließungen stehen nach wie vor im Raum, auch wenn das jetzt ,Ausbau des alternativen Betreibernetzes' genannt wird“, empört sich Gewerkschaftssprecher Martin Palensky gegenüber ÖSTERREICH. „Geht der Vorstand von seinen Plänen nicht ab, bleiben wir auf Streikkurs.“ Nachdem auf Initiative von SPÖ-Chef Werner Faymann nun klar sei, dass das Postmarktgesetz im Hinblick auf faire Wettbewerbsbedingungen für alle geändert werde, brauche es überhaupt keine Sparmaßnahmen: „Wir sind kein Sanierungsbetrieb!“




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