13. August 2008 13:23

Personalabbau 

Post und Telekom wollen 1.500 Jobs streichen

Mit verlockenden Golden Handshakes von bis zu 45 Bruttogehältern wollen die beiden Unternehmen ihre Mitarbeiter zum Abgang bewegen.

Post und Telekom wollen 1.500 Jobs streichen
© APA

Post und Telekom bauen Personal ab. Bei der Post sollen es an die 500 Mitarbeiter sein, die ihren Hut nehmen sollen, bei der Telekom sind es 1.000. Die Umschichtung der betroffenen Dienstnehmer in eine "Beamtenagentur" im Rahmen der ÖIAG ist nach dem vorzeitigen Platzen der Koalition vom Tisch. Daher haben die beiden Unternehmen Sozialpläne ausgearbeitet. Den Jobabbau begründen sie mit den wirtschaftlich schweren Zeiten.

Briefmonopol fällt
Bei der Post rüstet man sich mit der Verschlankung für den Fall des Brief-Monopols ab 2011. Das Management bietet den Mitarbeitern je nach der Länge ihrer Betriebszugehörigkeit gestaffelte Golden Handshakes an, außerdem wird Teilzeit-Arbeit finanziell gefördert. Die Gewerkschaft hat dem Sozialplan bereits zugestimmt.

Bis zu 45 Gehälter
Beamtete Postler, die über 50 Jahre alt sind und freiwillig gehen, erhalten etwa 45 Brutto-Monatsgehälter. Angestellte bis zum Alter von 50 Jahren bekommen bis zu 18 Monatsgehälter, Angestellte über 50 Jahre ebenfalls 45 Gehälter. Damit sollen 500 der 24.000 Postler zum Abgang bewegt werden.

Festnetz schrumpft
Die Telekom kämpft mit den rapid steigenden Kündigungen im Festnetzbereich. Auch hier sollen die Mitarbeiter mit verlockenden Abfertigungen zum Ausscheiden motiviert werden. Laut "WirtschaftsBlatt" soll der Aufsichtsrat am 19. August ein der Post AG ähnliches Abfertigungspaket beschließen.

Bis zu 45 Gehälter
Demnach sollen unter 50-Jährige 36 Monatsgehälter bekommen, Beamten über 50 wird der Abschied mit 45 Bruttogehältern versüßt. Während ein über 50-Jähriger bei der Post aber mit durchschnittlich 100.000 Euro rechnen kann, sind die Durchschnittskosten für Golden Handshakes bei der TA wegen der höheren Gehälter mit 150.000 Euro pro Person kalkuliert.

Mitarbeitern, die nur mehr bis zu sechs Jahre bis zur Pensionierung haben, wird auch ein Karenzierungsmodell angeboten: Wer es annimmt, wird von der Arbeit freigestellt und kassiert weiter 50 Prozent seines Gehalts. Die Pensionsansprüche bleiben dabei aufrecht.




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