28. Jänner 2008 09:11

Rabattschlacht 

Preisboxen im Sporthandel

Der heimische Sportartikelhandel legte zwar im Vorjahr ein Umsatzplus hin, kämpft aber mit dem Preisverfall vor allem bei Skiern.

Preisboxen im Sporthandel
© EPA

Während seit gestern in München die ispo winter 08, die weltweit größte Sportartikel-Fachmesse, ihre Pforten geöffnet hat, kämpfen die heimischen Sportartikelhändler mit dem Preisverfall in der Branche. Rabatte von bis zu 70 Prozent sind vor allem im Skigeschäft keine Seltenheit. So verkauft zum Beispiel Intersport Eybl den Head Slalomcarver Free Flex Plus 11 samt Bindung statt um 719,90 Euro jetzt um 329,99 Euro.
Die Preisschlacht stößt auch innerhalb der Branche auf Widerstand: „Der Wettbewerb ist extrem aggressiv. Der Deckungsbeitrag lässt schwer zu wünschen übrig“, so der Wiener Handelsobmann Fritz Aichinger, der auch selbst ein Sportfachgeschäft betreibt.
Doch nicht nur der Preisverfall, auch das immer stärkere Engagement von branchenfremden Unternehmen in Sachen Sportartikel machen dem Fachhandel zu schaffen. „Bereits heute wird ein Drittel des gesamten Sportartikel-Umsatzes von Ketten wie etwa Hofer oder Tchibo gemacht“, so Aichinger weiter.
Dennoch dürfen die Händler aufatmen. Die Verkaufserlöse in den Sportgeschäften erhöhten sich im Vorjahr um 2,65 Prozent auf voraussichtlich 1,28 Milliarden Euro (2006: 1,24 Milliarden Euro). Die nach dem milden Winter 2006/07 vollen Skilager in den Geschäften seien, so Aichinger, etwas abgebaut worden. Etwa 400.000 Paar Ski wurden im Vorjahr verkauft. „Bei bestimmten Modellen gab es Nachbestellungen, aber nicht in dem Maße wie es sich so mancher erhofft hat“, so der Sprecher des Sportfachhandels. Die Leidtragenden sind dabei die Skiproduzenten. Fischer geht von einem Skiabsatz in der laufenden Saison von 1,1 Millionen Paar aus – um 25 Prozent weniger als im Vorjahr.

Trend: Intelligente Kleidung
Von der ispo selbst erwartet sich Aichinger nicht allzu viel. „Der einzige Trend, der für mich wirklich heraussticht, ist jener zu intelligenter Hightech-Kleidung – also zum Beispiel eine Jacke mit eingebautem Pulsmesser.“ Auf der ispo präsentieren noch bis Mittwoch rund 2.000 Aussteller ihre Produkte.




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