20. Oktober 2009 15:36

Versandhaus-Pleite 

Quelle - Betriebsversammlung in Linz

Rund 600 Personen wurden über die aktuellen Entwicklungen informiert.

Quelle - Betriebsversammlung in Linz
© Reuters

Die Österreich-Tochter des vor der Schließung stehenden deutschen Versandhändlers Quelle hat Dienstagnachmittag in der Linzer Firmenzentrale eine Betriebsversammlung abgehalten. Rund 600 Personen wurden über die aktuellen Entwicklungen informiert, alle Interessierten konnten jedoch nicht teilnehmen, wie der Betriebsratsvorsitzende berichtete. "Der Bestelleingang ist so gut."

Die Belegschaft wisse, dass die Situation schwierig sei, habe aber große Hoffnung, dass es weitergehe, so Hinterwirth. Seit Monaten sei man darum bemüht, den Fortbestand auch ohne die deutsche Muttergesellschaft zu sichern. Es gebe Gespräche mit etwaigen Investoren, er hoffe so schnell wie möglich auf eine Lösung, sagte der Betriebsratschef. "Das könnte durchaus noch heuer passieren."

"Quelle gehört zu Linz"
Das Wichtigste sei jedenfalls, "dass Linz und die Quelle eine Art Symbiose eingegangen sind", betonte Hinterwirth. "Wir gehören zur Stadt und die Stadt zu uns." Müsse das Unternehmen zusperren, würde Linz "eine Perle aus der Krone verlieren". Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) hatte im August betont, man habe ein gewaltiges Interesse daran, dass Quelle erhalten bleibe. Die Stadt bürgt wie berichtet mit 800.000 Euro - in etwa die Höhe des jährlichen Kommunalsteueraufkommens - für einen Oberbank-Kredit über 1 Mio. Euro. In Österreich sind rund 1.000 Mitarbeiter bei Quelle beschäftigt.




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