26. November 2009 15:28

Abverkauf gestartet 

Quelle-Homepage zusammengebrochen

Verkauft werden Textilien, Kühlschränke, TV-Geräte und Videorekorder.

Quelle-Homepage zusammengebrochen
© APA

Der Abverkauf beim insolventen österreichischen Versandhändler Quelle ist heute gestartet, aber bereits um 9 Uhr morgens war der Ansturm so groß, dass die Homepage zusammengebrochen ist. Mit knappen Worten wurde der Kunde gebeten, es später wieder zu versuchen.

Dennoch sei der Abverkauf "sehr gut angelaufen", wie der Masseverwalter-Stellvertreter Rudolf Mitterlehner Montagnachmittag mitteilte. Es seien bereits rund 70.000 Artikel bestellt, das entspreche rund 12 Prozent des abzuverkaufenden Lagerbestandes. Allerdings müssen die Kunden bei der Schnäppchenjagd auch Geduld mitbringen.

Es gebe geringe Wartezeiten im Internet und Call Center, aber aufgrund der attraktiven Preise versuchten es die Kunden ein zweites Mal, wo sie Quelle dann erreichten, heißt es in der Pressemitteilung

Bis zu 40 % Preisnachlass
Seit gestern, Sonntag, seien die Preise auf die meisten lagernden Artikel um bis zu 40 Prozent reduziert. Bereits gestern wurden auf der Internet-Homepage (www.quelle.at) 50.000 Besucher gezählt, die über 5.000 Bestellungen tätigten. Das sei mehr als doppelt so viel wie an einem normalen Sonntag.

In Deutschland wird der Internet-Ausverkauf bei Quelle mit einem "Endspurt der Preise" am Montag um Mitternacht nach einem Monat beendet. Es seien gut 1,3 Millionen Bestellungen für durchschnittlich je 6 Artikel eingegangen, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Thomas Schulz. "Das liegt über dem, was wir erwartet haben." Zugleich erhielten in den vergangenen Tagen erneut rund 1.300 Mitarbeiter ihre Kündigungen. Für die weitere Abwicklung von Quelle benötigt die Insolvenzverwaltung statt 4.300 nur noch rund 3.000 Mitarbeiter. In Österreich müssen bis Weihnachten 500 der rund 1.100 Mitarbeiter gehen.




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