09. November 2008 22:33
Die schwere Krise der internationalen Autoindustrie als Folge der
Konjunkturflaute hat auch positive Folgen – zumindest für potenzielle
Autokäufer: Die Absatzflaute sorgt für Rekord-Rabatte im Kfz-Handel.
In Deutschland etwa werden die durchschnittlichen Rabatte auf 18 Prozent
steigen, schätzt Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. Aber auch in
Österreich müssen die Händler wohl im nächsten Jahr die Verkaufspreise noch
kräftiger nach unten drücken.
Derzeit ist die Situation hierzulande noch ein wenig entspannter als in
Deutschland: Während der Autoabsatz im September in Europa um 8,2 Prozent
eingebrochen ist, legte er in Österreich um 2,2 Prozent zu.
Österreichs Händler haben sich allerdings längst auf einen harten
Auto-Winter eingestellt und locken teilweise schon jetzt mit
Rekord-Rabatten. Wobei die Beispiele zeigen, dass schon enorme
Preisnachlässe gewährt werden, bevor der Kunde überhaupt zu verhandeln
begonnen hat.
Wer sich etwa noch heuer für den Kauf eines Volkswagen Sharan entscheidet,
bekommt einen „Invest-Bonus“ von 5.000 Euro. Und für das Sondermodell
Business gibt es weitere 1.000 Euro Rabatt. Das Beispiel VW zeigt, dass auch
die deutschen Hersteller immer öfter die Preiskarte spielen. Dieser Trend
dürfte sich im nächsten Jahr verstärken, da vor allem BMW und Mercedes mit
Absatzrückgängen zu kämpfen haben und demnächst auch großzügige Rabatte
gewähren werden.
Lohnender Vergleich
Kia wiederum bietet derzeit den Sorento in
Österreich um 30.390 Euro inklusive portablem Navi-System an. Laut Kia
bekommt der Käufer damit einen Rabatt von bis zu 4.400 Euro. Renault gewährt
beim Scenic oder Megane, bis Ende November Rabatte von bis zu 20 Prozent ein.
Citroën bläst noch bis zum 31. Dezember für viele Modelle zur
„Benzin-Offensive“. So gewähren die Franzosen beim Kauf eines Xsara Picasso
Family einen Nachlass von 6.000 Euro. Das ist gegenüber dem Listenpreis ein
Rabatt von immerhin 27 Prozent.