08. Mai 2008 11:18

Zuwachs 

Raiffeisen International mit 32% mehr Nettogewinn

Das erste Quartal verlief äußerst erfreulich für die Raiffeisen International. Sie konnte bis März 32 Prozent mehr Nettogewinn verzeichnen.

Raiffeisen International mit 32% mehr Nettogewinn
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Die Raiffeisen International (RI), börsenotierte Ostbankenholding der RZB-Gruppe, hat im ersten Quartal 2008 inmitten der internationalen Finanzmarktkrise Rekordgewinne vermeldet. Der Periodenüberschuss nach Steuern stieg im Jahresvergleich um 21,1 Prozent auf 279,4 Mio. Euro. Unterm Strich verblieb ein Nettogewinn (Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten) von 254,4 Mio. Euro - das war wieder ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten in den Vorperioden ein Plus um 32,1 Prozent.

Der Gewinn je Aktie wuchs im Quartal um 0,30 Euro auf 1,65 Euro, bei gleichzeitig erhöhter Zahl von Aktien nach der Kapitalerhöhung vom vorigen Herbst. Der Zinsüberschuss als wichtigste Ertragskomponente stieg um 41 Prozent, der Provisionsüberschuss um 20 Prozent. Ausblick und Ziele für das Gesamtjahr hat der Vorstand am Donnerstag unverändert belassen. Den höchsten Ergebnisbeitrag brachten die Banktöchter im GUS-Raum mit 36 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent).

Abdeckung von 17 Märkten in Ost- und Südosteuropa
Für RI-Chef Herbert Stepic "untermauert dieses Quartalsergebnis, dass das derzeitige Umfeld auf den globalen Finanz- und Kreditmärkten auf unser Geschäftsmodell und unseren Wachstumskurs nur einen begrenzten Einfluss hat." Die Abdeckung von 17 Märkten in Ost- und Südosteuropa ermögliche auch 2008 ein "beachtliches organisches Wachstum bei gleichzeitig steigender Profitabilität", prognostizierte Stepic am Donnerstag zur ersten Zwischenbilanz.

Im ersten Quartal 2008 lag das Betriebsergebnis bei 501 Mio. Euro, ein Plus von 40,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. In den ersten drei Monaten legten die gesamten Betriebserträge auf 1,086 Mrd. Euro zu, ein Zuwachs um 30,3 Prozent. Die Verwaltungsaufwendungen nahmen um knapp 23 Prozent zu.

Die Neudotierung von Kreditrisikovorsorgen stieg um 23 Prozent auf 93 Mio. Euro. Davon gingen rund 46 Prozent oder 43 Millionen Euro auf Kosten der Banktöchter in Zentraleuropa. Rückläufig waren die Kreditvorsorgen in der GUS.

Die Bilanzsumme der RI-Banken stieg gegenüber dem Ultimo um 5,1 Prozent auf 76,5 Mrd. Euro. Die Gruppe beschäftigt derzeit knapp über 60.000 Mitarbeiter.




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