28. Oktober 2008 08:28

Nach nur 4 Wochen 

Reithofer scheidet überraschend als Immo-AR aus

Auch Süßenbacher geht nach nur vier Wochen als Aufsichtsratsmitglied der Immofinanz/Immoeast.

Reithofer scheidet überraschend als Immo-AR aus
© APA

Überraschender Exodus im Aufsichtsrat der angeschlagenen Immofinanz-Gruppe: Der Aufsichtsratschef von Immofinanz und Immoeast Wolfgang Reithofer (Wienerberger) und sein Vize Reinhold Süßenbacher (Umdasch) ziehen sich per Mittwoch aus dem Aufsichtsratsgremium zurück.

Keine Zeit für Aufsicht
Beide begründen das offiziell damit, dass die gegenwärtige Wirtschaftslage ihre volle Konzentration auf ihre Vorstandsagenden verlange. Sie waren erst Ende September an die Spitze der Kontrolgremien gewählt worden. Das heißt, dass beide nach vier Wochen schon ausscheiden.

Ein neues Präsidium bei Immofinanz und Immoeast soll bei Aufsichtsratssitzungen am Mittwoch gewählt werden.

Wunsch von Wienerberger
Wienerberger-Chef Reithofer begründet seinen Rückzug aus den Kontrollgremien der Gruppe u.a. mit dem "Wunsch" des Wienerberger-Aufsichtsrats. "Ich habe zuletzt mehr Zeit für Immofinanz und Immoeast als für Wienerberger aufwenden müssen - das geht nicht mehr. Wienerberger erfordert in der derzeitigen Phase derzeit ein hohes Ausmaß an Aktivität", sagte Reithofer.

Zusammenhang ist "totaler Holler"
Darüber hinaus sei Wienerberger durch Medienberichte fälschlicherweise immer wieder in Zusammenhang mit der Immofinanz gebracht worden, was ein "totaler Holler" sei, sagte Reithofer: "Vor acht Jahren haben wir den Twin Tower an die Immofinanz verkauft und Aktien dafür bekommen. Das hat seit vielen Jahren keine Bedeutung mehr."

Reithofer, der zuvor schon den Immoeast-Aufsichtsrat geleitet hat, war erst am 23. September von der Hauptversammlung in das Immofinanz-Gremium gewählt worden. Die Frage, ob sein Schritt etwas mit dem neuen Immofinanz-Chef Thomas Kleibl bzw. mit Auffassungsunterschieden mit Immofinanz-Großaktionären zu tun haben könnte, verneinte Reithofer.

Kleibl ficht in einem unüblichen Schritt die Hauptversammlungsbeschlüsse vom 23. September zur Ausschüttung einer Dividende von 0,40 Euro an.




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