12. Februar 2008 14:04

38,7 Mrd Dollar 

Rekordverlust bei General Motors für 2007

Der Verlust von 38,7 Milliarden Dollar ist das höchste Minus der Firmengeschichte. Jetzt werden 74.000 Stellen gestrichen.

Rekordverlust bei General Motors für 2007
© AP

Der größte US-Autobauer General Motors hat im abgelaufenen Jahr 2007 ein Rekordminus von fast 40 Mrd. Dollar eingefahren und muss sich von nochmals Zehntausenden von Mitarbeitern trennen. Dazu werden rund 74.000 Beschäftigten Abfindungen angeboten, kündigte die Opel-Mutter General Motors (GM) am Dienstag in Detroit an.

Kein Personalabbau in Wien-Aspern
Das Werk von General Motors Powertrain in Wien-Aspern wird von den Sanierungsplänen der Konzernmutter nicht beeinträchtigt. "Wir sind in Aspern vom Personalabbau nicht betroffen", erklärte der Generaldirektor des Unternehmens, Rudolf Hamp, am Montag über eine Sprecherin. Das Werk habe im vergangenen Jahr Rekordzahlen vorgelegt und sei auch heuer gut ausgelastet.

Freilich werde man "wie in den vergangenen Jahren" weiter Kosten reduzieren und die Produktion optimieren - dies geschehe aber nicht über den Abbau von Jobs, wie es hieß.

Historischer Verlust
Der historische Verlust von 38,7 Mrd. Dollar (26,6 Mrd. Euro) stammt großteils aus Steuereffekten. Im Vorjahr betrug das Minus knapp 2,0 Mrd. Dollar.

Im operativen Geschäft sieht sich General Motors auf seinem Sanierungskurs nach eigenen Angaben gut unterwegs. Der Umsatz fiel 2007 um 12 Prozent auf 181,1 Mrd. Dollar.

Im Schlussquartal 2007 stand bei GM unter dem Strich ein Minus von 722 Mio. Dollar nach einem Gewinn von 950 Mio. Dollar ein Jahr zuvor. Der Quartals-Umsatz sank um rund 7 Prozent auf 47,1 Mrd. Dollar.

Die Sondereffekte herausgerechnet lag der Verlust im Gesamtjahr bei 23 Mio. Dollar. Mit diesem bereinigten Ergebnis übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten.

Duell mit Ford und Chrysler
GM kämpft wie die ebenfalls verlustreichen anderen US-Hersteller Ford und Chrysler mit einem schrumpfenden amerikanischen Heimatmarkt. Mit dem japanischen Toyota-Konzern liefert sich GM derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Spitzenplatz des weltweit größten Autobauers. Toyota ist allerdings hoch profitabel.




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