12. Februar 2009 17:56

Kfz-Krise 

Rückgang bei Autoverkäufen im Jänner um 13,2 Prozent

Für die kommenden Monate sind die Autohändler wegen der Schrottprämie optimistischer. Entgegen dem Markttrend legte VW im Jänner kräftig zu.

Rückgang bei Autoverkäufen im Jänner um 13,2 Prozent
© AP

Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass die Zahl der Kfz-Neuzulassungen in Österreich im Jänner erneut zurückgegangen ist. Insgesamt wurden hierzulande 23.108 Neufahrzeuge zugelassen, das ist ein Rückgang um 15,9 Prozent gegenüber dem Jänner 2008. Bei Pkw gab es laut Statistik Austria im Vergleich zum Jänner des Vorjahrs ein Minus von 13,2 % auf 18.992 verkaufte Fahrzeuge. Der Lkw-Absatz brach sogar um 31,7 % ein. Gegenüber dem Vormonat Dezember stieg die Gesamtzahl der Neuzulassungen im Jänner aber um 17,9 %. Etwas mehr als die Hälfte der neu zugelassenen Pkw waren Diesel-Fahrzeuge (- 24,4 %).

Gewinner und Verlierer
Gegen den Markttrend gibt es aber auch Gewinner. Extrem zulegen konnte die VW-Gruppe. Im Vergleich der Top 10 Pkw-Marken steht VW mit einem Anteil von 18,9 % an der Spitze. Vom VW Golf wurden im Jänner 1.593 Stück verkauft, ein Plus von 52,7 %. Stark zulegen konnten auch die Marken Seat, Audi und Ford, verloren haben Opel (knapp 48 % minus!), Renault, Peugeot und Mercedes. Das größte Plus bei den Autotypen hatten der Ford Fiesta, der Seat Ibiza und der VW Tiguan.

Positive Signale
„Das ­Jänner-Geschäft gibt keinen ­Anlass zu Jubelschreien“, so Burkhard Ernst, Obmann der Wiener Fahrzeughändler und Chef von Mazda Rainer. Er selbst hatte gegenüber Jänner 2008 rund 10% Rückgang. Jetzt gebe es aber Anlass zur Hoffnung, sagt Ernst, denn die in Österreich ab 1. April geltende Verschrottungsprämie von 1.500 Euro für Altautos beim Neuwagenkauf zeige bereits Wirkung. Ernst: „Ich habe von vielen Händlern gehört, dass sie in den letzten 2 Wochen bis zu 15 Verkaufsabschlüsse aufgrund der Prämie hatten.“ Ausgeliefert werden die Neuwagen dann nach dem 1. April. „Die Maßnahme hat bewirkt, dass die Stimmung dreht“, sagt Ernst. „Es kommen wieder Kunden ins Geschäft.“

In Deutschland ist die ­„Abwrackprämie“ ein Riesenerfolg, viele Händler haben schon keine Kleinwagen mehr auf Lager. VW produziert deshalb jetzt 30.000 Polo-Fahrzeuge extra.

(sea)




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