28. August 2007 17:20

Stromschlaggefahr 

Rückruf für chinesische Stiefel

Zum achten Mal in diesem Monat ist in den USA eine Rückrufaktion für ein Produkt aus China wegen Gesundheitsrisiken angelaufen.

Rückruf für chinesische Stiefel
© Reuters

Der Schuh-Hersteller Wolverine World Wide rief am Dienstag ein Stiefelmodell der Marke Caterpillar zurück, weil dessen Stahlkappen nicht gegen Stromschlag geschützt seien. Die Metallkappen der Arbeitsstiefel seien "ein Risiko für Verbraucher, die mit elektrischem Strom in Kontakt kommen", hieß es in einer Erklärung. Das Modell wurde den Angaben zufolge seit September 2006 für 60 bis 90 Dollar pro Paar verkauft.

Die meisten US-Rückrufaktionen für in China gefertigte Produkte bezogen sich in diesem Monat auf Spielsachen. So hatte der Großkonzern Mattel diesen August weltweit mehr als 18 Mio. in China hergestellte Spielzeuge zurückgerufen, weil sie mit giftiger bleihaltiger Farbe bemalt waren.

Merkel kritisiert China
Bei ihrem China-Besuch ist die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den Chinesen ordentlich an den Kragen gegangen: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat chinesische Plagiate deutscher Autos auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt deutlich kritisiert. Am zweiten Tag ihres China-Besuchs sagte die Kanzlerin am Dienstag in einer Rede in der Akademie der Sozialwissenschaften in Peking, die Produktpiraterie sei für Deutschland "ein relativ großes Problem".

"Wenn dann plötzlich ein Auto da steht, das aussieht wie ein Smart, aber keiner ist, sondern doch eine Kopie, die nicht ganz legal erarbeitet wurde, dann ist das nicht gut." Solche Probleme werde Deutschland offen ansprechen.

Mehr Rechtssicherheit
China könne seine eigenen wirtschaftlichen Ziele nur erreichen, wenn der Schutz des geistigen Eigentums auch garantiert werde. Das sei wichtig für ausländische Firmen, aber auch für chinesische Unternehmen, die innovativ tätig seien. Die Gesetzeslage im Kampf gegen Produktpiraterie in China sei gut, aber die Umsetzung lasse "noch zu wünschen übrig". Mehr Rechtssicherheit sei nötig. Im Dialog mit China werde dieses Problem weiter eine wichtige Rolle spielen.




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