18. September 2007 11:33

Schnee-Sicherheit 

Salzburger Liftbetreiber erhöhen Preise

Skifahrer müssen für die Millionen-Investitionen in Beschneiungs-Anlagen tiefer ins Börsel greifen.

Salzburger Liftbetreiber erhöhen Preise
© (c) APA/Rudolf Brandstätter

In der kommenden Wintersaison müssen die Skifahrer in Salzburg noch tiefer in die Geldtasche greifen als im Vorjahr. Die Bergbahnen erhöhen ihre Liftkartenpreise im Schnitt um zwei bis zweieinhalb Prozent.

Begründet wird die Preissteigerung mit den hohen Ausgaben für die Schneesicherheit und Komfortverbesserungen. Rund 120 Mio. Euro haben die Salzburger Seilbahnen laut deren Chef Ferdinand Eder für die nächste Saison investiert.

Die Tageskarte für Erwachsene kostet im Winter 2007/08 beispielsweise in der Salzburger Sportwelt (außer Filzmoos und Goldegg) 37,50 statt 36 Euro (plus vier Prozent), auf der Schmittenhöhe in Zell am See 38,50 statt 37,50 und in Gastein 38 statt 37 Euro. In der größten Skiregion Österreichs, Ski Amade, steigt der Einheitspreis für die Eineinhalb-Tageskarte für Erwachsene um 2,50 Euro auf 64 Euro. Der 6-Tages-Skipass wird um sechs Euro auf 182 Euro erhöht.

Sorge um Schnee
Der milde, schneearme Winter des Vorjahrs lässt die Bergbahnen nervöser denn je in die Zukunft blicken. Ohne Beschneiungsanlagen geht offenbar nichts mehr. Alte Aggregate werden gegen leistungsstärkere ausgetauscht. Ski Amade verbuchte eine Gesamtinvestition in der Höhe von 67,4 Mio. Euro, davon flossen 40 Mio. Euro in die Beschneiung. 78 Prozent der Pisten können bereits mit Kunstschnee bedeckt werden.

"Wir haben für die nächste Saison 60 bis 80 Schneekanonen dazugekauft. Eine Schneekanone kostet 35.000 Euro, so viel wie ein Audi A4", veranschaulicht die Sprecherin der Bergbahnen Flachau, Bettina Plank, welche Kosten die Liftgesellschaften für weiße Pisten berappen müssen. Doch das seien bei weitem nicht die einzigen Investitionen, die anfielen. "In den Kartenpreisen sind die Preissteigerungen beim Ski-Bus und bei den Pachtverträgen der Grundbesitzer genauso enthalten wie die Kosten für Sportveranstaltungen - zum Beispiel den Ski-Weltcup. Auch dafür sind wir große Geldgeber", betonte Plank.

"Scheuen keinen Vergleich"
Für Salzburgs Seilbahnen-Chef Ferdinand Eder sind die Liftpreise im Prinzip um die Inflationsrate gestiegen. Nur in manchen Skigebieten, die massive Maßnahmen für die Schnee- und Komfortsicherheit ergriffen hätten, liege die Erhöhung darüber hinaus. Wir scheuen keinen Preisvergleich, im Vergleich zu Tirol und zur Schweiz sind unsere Preise noch relativ günstig. In der Schweiz kostet ein Tageskarte 60 Euro."




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