22. August 2008 15:27

Einigung 

Schaeffler hat bald 36 Prozent an Continental

Die Schaeffler-Gruppe wird nach der Einigung mit Continental in Kürze 36 Prozent an dem hannoverschen Autozulieferer halten.

Schaeffler hat bald 36 Prozent an Continental

Der fränkische Spezialist für Wälzlager und Kupplungen habe die Swap-Geschäfte mit der Investmentbank Merrill Lynch am Donnerstag gekündigt, sagte ein Sprecher am Freitag. Mit ihrer Hilfe kann Schaeffler seine bisher gut achtprozentige Conti-Beteiligung um 28 Prozent aufstocken.

Swap-Geschäfte bedeutend
Die Swap-Geschäfte hatten im Ringen um den Einstieg bei Conti eine entscheidende Rolle gespielt, da sich Schaeffler dadurch unbemerkt einen großen Einfluss in Hannover sichern konnte. Die Finanzaufsicht BaFin hatte die Wertpapiergeschäfte durchgewinkt, die Conti-Chef Manfred Wennemer als "illegal" bezeichnet hatte.

Aktien "marktschonend" weiterverkaufen
Schaeffler hatte sich dazu verpflichtet, seinen Anteil an Conti innerhalb von vier Jahren nicht auf mehr als 49,9 Prozent auszubauen. Sollte das Herzogenauracher Unternehmen über das am Mittwoch auslaufende Übernahmeangebot mehr Aktien angedient bekommen, als er laut der Vereinbarung halten darf, sollen diese an Finanzinstitute veräußert werden, sagte der Schaeffler-Sprecher. Die Banken bekämen dabei den Auftrag, die Aktien über fünf Jahre hinweg "marktschonend" weiterzuverkaufen. Ohne Zustimmung von Schaeffler dürften sie nicht für weniger als 75 Euro - der Preis des laufenden Offerts - abgegeben werden. Am Freitag lag die Conti-Aktie bei 73,84 Euro.

Zwei Kandidaten für Wennemers Nachfolge
Mit Wennemers Nachfolge will sich der Conti-Aufsichtsrat ab Samstagmittag befassen. Zwei von Wennemer aufgebaute Kandidaten stehen bereit: Technikvorstand Karl-Thomas Neumann (47) und Finanzvorstand Alan Hippe (41). Beobachtern zufolge hat Neumann die besseren Karten, da er den für Schaeffler besonders interessanten Elektronik-Sparten vorsteht. Verschiedene Medien berichteten, Neumanns stehe bereits als nächster Vorstandschef fest. Conti und Schaeffler lehnten Stellungnahmen dazu ab.




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