12. März 2008 22:01

Dollar-Verfall 

Schnäppchen-Urlaub in den USA

Der Euro steigt im Vergleich zum Dollar. ÖSTERREICH machte den Shopping-Test: Wer „drüben“ einkauft, spart jetzt mehr als die Hälfte.

Schnäppchen-Urlaub in den USA
© Reuters

Einkaufen in den USA wird für Europäer dank des starken Dollar-Verfalls von Tag zu Tag billiger. Gestern erreichte der Euro erstmals das Rekordhoch von 1,55 Dollar. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren bekam man für einen Euro nur 1,19 Dollar. Wer jetzt in die USA reist, kommt nicht nur bei Hotel- und Restaurantrechnung günstig weg, sondern kann auch beim Einkaufen viel sparen und sich das Flug­ticket locker zurückverdienen. Nicht zuletzt Schnäppchenjäger sorgen für zweistellige Buchungszuwächse bei US-Reisen (siehe rechts).

Um die Hälfte billiger
ÖSTERREICH machte die Probe aufs Exempel und stellte einen Einkaufszettel mit zehn Produkten zusammen. Der Shopping-Test ergab: In New York ersparten wir uns beim Kauf der exakt gleichen Waren knapp die Hälfte. In Zahlen ausgedrückt: Statt 4.127,20 Euro in Wien standen in der US-Metropole nur umgerechnet 2.076 Euro auf dem Kassabon (siehe Einkaufsliste).

Vor allem Unterhaltungselektronik ist in den USA extrem günstig. Der neue iPod Touch von Apple kostet in den USA 399 Dollar, das sind nach aktuellem Kurs 259 Euro. In Österreich bezahlt man für das Gerät 379 Euro– der US-Einkauf spart einem hier glatte 120 Euro. Ein Sony Vaio-Notebook schlägt hierzulande mit 1.699 Euro aufs Budget, in den USA sind es schlappe 839 Euro. Eine Nikon-Spiegelreflexkamera gibt es jenseits des Großen Teichs um sensationelle 64 Prozent günstiger.

Fans von Designerware können ebenfalls enorm sparen. Markenjeans (etwa Seven for all Mankind) sind in US-Shops knapp 60 Prozent billiger. Nike-Sneakers kosten bis zu 53 Prozent weniger, Ray Ban-Sonnenbrillen gibt’s 30 Prozent günstiger.

Kreditkarten-Vorteil
Es empfiehlt sich, in den US-Shops mit Kreditkarte zu ­bezahlen. Dann wird zum aktuellen Tageskurs umgerechnet – und man profitiert derzeit vom so gut wie täglich fallenden Dollar. Auch Bankomatkarten werden akzeptiert, allerdings fallen hier Transaktionsspesen an. Bargeld ist in US-Läden nicht so gern gesehen, große Scheine (50 Dollar und mehr) werden oft gar nicht angenommen.

Wissen müssen Schnäppchenjäger, dass es zwischen den USA und Europa strikte Einfuhrbestimmungen gibt. Ab einem Warenwert von 175 Euro werden bei der Einreise nach Österreich 20 Prozent Einfuhr-Umsatzsteuer und bis zu 15 Prozent Zoll fällig. Wer sich daran nicht hält, riskiert Strafen bis zur doppelten Höhe.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |