28. Oktober 2009 16:29

Befangenheitsproblem 

Schwierige Suche nach Meinl-Gutachter

Kommt der Grazer Wirtschaftsprüfer Fritz Kleiner - Favorit der Staatsanwaltschaft - zum Zug, könnte es neue Probleme geben.

Schwierige Suche nach Meinl-Gutachter
© Lisi Niesner/TZ ÖSTERREICH

In der Causa Meinl wird die Staatsanwaltschaft in diesen Tagen einen neuen Sachverständigen bestellen. Sie braucht Ersatz für Ex-Gutachter Thomas Havranek, der Anfang Juli wegen Befangenheit abberufen wurde. Seitdem steht das Ermittlungsverfahren still. Die Suche nach einem passenden Sachverständigen zieht sich seit Monaten hin – zum einen gibt es nicht viele Experten für die sehr komplexen kapitalmarktrechtlichen Fragen, zum anderen dürfte sich niemand um den heiklen Job reißen.

Neue Befangenheit?
Favorit der Staatsanwaltschaft ist dem Vernehmen nach der Grazer Wirtschaftsprüfer Fritz Kleiner, der schon Gutachter im BAWAG-Prozess war. Hier könnte allerdings ein neues Befangenheitsproblem drohen. Kleiner hatte nämlich zu Zeiten des BAWAG-Prozesses einen Mitarbeiter, der bei einer Meinl-Gesellschaft (der Meinl European Real Estate Advisory) im Aufsichtsrat saß.

Die mögliche Bestellung Kleiners könnte also erneute Querelen nach sich ziehen, in einem ohnedies von Pannen gekennzeichneten Verfahren.




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