25. Februar 2008 22:06

SEN-Verkauf 

Siemens streicht 6.800 Stellen

Jetzt ist es amtlich: Siemens streicht weltweit fast 7.000 Arbeitsplätze. Auch Österreich ist davon betroffen.

Siemens streicht 6.800 Stellen

Die Einsparungen bei Siemens in seiner kriselnden Kommunikationssparte SEN werden die Österreich-Tochter nur in geringem Ausmaß treffen. Ein Sprecher im Konzern in München bestätigte am Dienstag Aussagen im "WirtschaftsBlatt", wonach auch in Österreich weitere Einschnitte nicht auszuschließen seien. Da SEN in Österreich vor allem Forschung und Entwicklung betreibe, werde die Ländertochter "eher unterproportional betroffen" sein. Gänzlich würden die Einsparungen aber auch an Österreich nicht vorbeigehen, hieß es in München.

Kein Kommentar
Siemens AG Österreich-Sprecher Harald Stockbauer wollte dazu unter Verweis auf München am Dienstag keine Stellungnahme dazu abgegeben. Zuvor hatte man in der Österreich-Tochter betont, dass bei SEN (Siemens Enterprise Communications) hierzulande der Personalstand schon von knapp 600 auf 400 zurückgegangen sei und es daher die Restrukturierung großteils bereits vorweggenommen worden sei.

Der Siemens-Konzern hatte zuvor angekündigt, dass von 17.600 Jobs in der Kommunikationssparte weltweit 3.800 wegfallen sollen, 1.800 davon außerhalb Deutschlands. Weitere 3.000 Arbeitsplätze will Siemens vom Konzern abtrennen. Gespart werden soll vor allem bei Vertrieb und Services. Hauptbetroffen sind eher größere Standorte wie Portugal und Brasilien. Österreich ist im Vergleich dazu ein eher kleiner SEN-Standort. Gespräche mit dem europäischen Betriebsrat hat der Kontern bereits aufgenommen. Der Bereich soll dadurch attraktiver für einen Käufer werden.




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