30. Oktober 2007 13:03

Milder Winter 

Ski-Hersteller Elan schreibt 2007 rote Zahlen

Der slowenische Skihersteller Elan wird das Jahr 2007 wegen des milden Winters mit roten Zahlen beenden.

Ski-Hersteller Elan schreibt 2007 rote Zahlen
© APA

Der Jahresverlust des Ski-Produzenten wird mit 1,3 Mio. Euro beziffert. Die gesamte Elan-Gruppe - zu der neben der Ski-Produktion auch eine Marine-Division sowie die Sporthallen-Ausstattung gehören - bilanziert positiv und soll Medienberichten zufolge heuer einen Gewinn von 200.000 Euro schreiben.

Absatz um 30 Prozent gesunken
Der Chef des Ski-Herstellers Elan, Matjaz Sarabon, erklärte gegenüber Medien: "Wir werden das Jahr in roten Zahlen beenden, denn es ist in einem Jahr nicht möglich mit Kostenkürzung den Verlust wegen schrumpfenden Ski-Markt gut zu machen." Elan sei durch den milden Winter allerdings nicht so hart getroffen worden, wie die Konkurrenz, behauptet Sarabon.

Der Absatz am globalen Ski-Markt ist in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent gesunken, weshalb alle Skihersteller heuer mit Verlusten rechnen müssen.

Inzwischen hat die Elan-Muttergesellschaft Skimar die dringend benötigte Kapitalspitze von 10,2 Mio. Euro beschlossen. Nach monatelanger Verzögerung haben die Skimar-Aktionäre vergangene Woche der Kapitalerhöhung zugestimmt. Bis zum 15. November werden sie die Mittel im Verhältnis ihrer bestehenden Anteile einzahlen. Das frische Kapital wird für die geplanten Entwicklungsprojekte sowie für die rechtzeitige Rückzahlung eines Kredits gebraucht, mit dem der Skihersteller bereits die Investitionen in die Ski-Produktion finanziert hatte.

Strategischer Partner gesucht
Mit der abgeschlossenen Kapitalaufstockung wird die nächste große Aufgabe der Eigentümer die Suche nach einem strategischen Partner sein. Ein solcher sei vor allem für die Winter-Division wichtig, so das Unternehmen. Wie Elan selbst einräumte, könne man langfristig in der Branche alleine nicht bestehen. Ein strategischer Partner sei deshalb für die weitere Entwicklung wichtig. Im Vorjahr zeigte sich der niederländische Sportartikelhersteller Head an der slowenischen Ski-Fabrik interessiert, doch bisher gab es dabei keine Fortschritte.




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