01. Oktober 2009 11:35

Vienna Airport 

Domany erhält 8.000 Euro Firmenpension

Eine großzügige Regelung für den ehemaligen Flughafen-Vorstand, der für das Skylink-Terminal zuständig war.

Domany erhält 8.000 Euro Firmenpension
© Manfred Hausler/TZ ÖSTERREICH

Ex-Flughafen-Wien-Vorstand Christian Domany, dem vom verbleibenden Management die massiven Kostenüberschreitungen beim Skylink-Projekt am Wiener Flughafen angelastet werden, ist laut "WirtschaftsBlatt" seit heutigem Tag Firmenpensionist mit einer monatlichen Zahlung von 7.825 Euro.

Domany geht demnach mit 37 Prozent seines Letztgehalts (ohne Prämien und Sachbezüge) in die Pension. Umgelegt auf sein letztjähriges Grundgehalt von 253.800 Euro sind das 93.906 Euro oder monatlich 7.825 Euro.

Domany war auf Vorstandsebene für Planung und Errichtung des neuen Skylink-Terminals zuständig. Nach heutigem Stand werden sich die Baukosten von ursprünglich veranschlagten 400 Mio. Euro auf 840 Mio. Euro Euro mehr als verdoppeln.

SPÖ und ÖVP vereinbart
Der eigentliche Grund, dass Domany nicht schon im Februar samt Abfertigungszahlung gehen musste, war demnach das Durchdienen einer Vorstandsperiode gewesen, damit er seine Pension erhalte. Das sei angeblich von den Eigentümervertretern SPÖ und ÖVP so paktiert worden. Domany habe bisher nicht auf die Vorwürfe, er sei alleinverantwortlich reagiert, um seine Pension nicht zu gefährden.

Kaufmann und Schmid
Firmenpensionen bekommen ofenbar künftig auch die beiden amtierenden Flughafen-Vorstände Herbert Kaufmann und Gerhard Schmid. Die geltende Pensionsregelung gelte ausschließlich für den dreiköpfigen Flughafen-Vorstand, sie sei mit Ex-Aufsichtsratschef Johannes Coreth ausverhandelt worden.

Domany: "Stimmt nicht"
Domany selbst weist den Bericht als falsch zurück. Er beziehe nicht ab sofort seine Firmenpension, so der 57-Jährige: "Ich habe eine Alterspensionszusage ab dem vollendeten 60. Lebensjahr." Auf Zahlen ließ er sich nicht ein.




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