02. Juli 2008 13:49

Top-Ten-Ranking 

So wertvoll sind Österreichs Marken

Klangvolle Namen - Milliardenschwere Imperien: Red Bull, Swarovski, Casinos Austria geht es gut. Lesen Sie hier das Ranking der Austro-Marken.

So wertvoll sind Österreichs Marken
© Gepa

Den österreichischen Markenunternehmen geht es gut. Die Top-Ten-Marken Red Bull, Swarovski, Raiffeisen, Spar, Casinos Austria, Mobilkom Austria, ÖBB, Erste Bank, Novomatic und Telekom Austria sind zusammen mehr als 34,6 Mrd. Euro wert, hat das European Brand Institute Vienna ermittelt. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 5,6 Prozent. Die wertvollsten Austro-Brands wurden am Mittwoch in Wien präsentiert.

Red Bull absoluter Spitzenreiter
Im Rahmen der österreichischen Markenwertstudie "eurobrand2008-Austria" wurden 145 Brands unter die Lupe genommen. Zehn davon weisen je einen Wert von über einer Milliarde Euro auf. Red Bull, Österreichs einzige Marke im europäischen Spitzenfeld kommt auf einen Wert von über zwölf Mrd. Euro. Das bedeutet eine Steigerung um zehn Prozent zum Vorjahr, geht aus Unterlagen des European Brand Institute Vienna hervor. Seit 2004 ist der Markenwert des Getränke-und Sport-Riesen demnach um 85 Prozent gewachsen.

Das Ranking im Einzelnen:

Swarovski steigerte seinen Wert auf 4,98 Mrd. Euro (Vorjahr 4,78 Mrd.), Raiffeisen kommt auf 2,92 Mrd. (2,58), Spar auf 2,68 Mrd. Euro (2,53).

Über der Zwei-Milliarden-Grenze liegen auch die Casinos Austria (2,66 Mrd.), die Mobilkom (2,27 Mrd.), die ÖBB (2,16 Mrd.) sowie die Erste Bank (2,15 Mrd.). Der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic verzeichnete mit 17,4 Prozent das größte Wachstum unter den Top-Ten und scheint mit 1,69 Mrd. Euro in der Liste auf. Neu im Top-Ranking ist die Telekom, die mit rund 1,1 Mrd. Euro Markenwert und einem Zuwachs von 16,3 Prozent aufrückte.

Insgesamt beträgt die Summe der Top-Ten-Markenwerte im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) 16,8 Prozent. Damit befinde sich Österreich im europäischen Vergleich "im oberen Drittel", so Gerhard Hrebicek, Herausgeber der "eurobrand2008". Genaue Zahlen werden diesbezüglich bei der im September erscheinenden europaweiten Markenwertstudie "eurobrand2008" veröffentlicht. In Österreich liege der Anteil der Sparten "Consumer Goods", "Luxury und "Gaming Industry" signifikant über dem EURO-Durchschnitt. Potenzial bestehe hingegen in den Kategorien "Telecom", "Automotive" und "Pharma".

Trotz der Zufriedenheit über die allgemeinen Zuwächse, sehen die Analysten Nachholbedarf beim regionalen Gefälle. In den Bundesländern Steiermark, Kärnten und Burgenland sei es nur wenigen Unternehmen gelungen, starke Marken hervorzubringen, so Hrebicek. Er sieht in der heimischen Markenlandschaft ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Die Schwergewichte sind mit einem Anteil von Dreiviertel der gesamten österreichischen Markenwerte in Wien, Salzburg und Tirol beheimatet.

Für die "eurobrand2008 - Austria"-Studie wurden aus dem NEWS-Ranking der "TOP 1000 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs" vom Juni 2008 die heimischen Unternehmensmarken herangezoegn, die sich zu mehr als 45 Prozent in heimischem Eigentum befinden. Die ausgewählten Markenunternehmen wurden den Angaben zufolge anhand der Kriterien Branche, Markenstärke, Trendentwicklung, Markenpotenzial und Umsatz bewertet.




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