21. Jänner 2007 14:45

Weltsozialforum 

Solidaritätsmarsch durch Slums

Mit einem Solidaritätsmarsch durch einen der größten Slums von Ostafrika hat am Samstag das Weltsozialforum in Nairobi begonnen.

Solidaritätsmarsch durch Slums

Zehntausende Aktivisten werden zu dem fünftägigen Treffen erwartet, das zum ersten Mal in dieser Form auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet. Es versteht sich als Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos, wo von diesem Mittwoch an führende Wirtschaftsvertreter und Politiker zusammenkommen.

Das Programm in Nairobi umfasst mehr als 1.000 Veranstaltungen, in erster Linie Diskussionsforen über Themen wie Aids, Landbesitz, Handel, Migration und Schuldenerlass. "Das wichtigste ist, dass diese Themen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden", sagte Vita Ramazzo, eine der Organisatorinnen. Eine gemeinsame Stellungnahme wird es nicht geben.

Bischof Desmond Tutu dabei
Zu den relativ wenigen international bekannten Teilnehmern gehören der südafrikanische Bischof Desmond Tutu und die kenianische Nobelpreisträgerin Wangari Maathai.

Die Veranstalter waren zuvor für zahlreiche Unzulänglichkeiten bei der Organisation kritisiert worden. So gab es etwa widersprüchliche Angaben über den Ausgangspunkt des Solidaritätsmarsches. Mehrere Medien lehnten die Berichterstattung ab, weil Journalisten aufgefordert wurden, eine Gebühr "zur Unterstützung des Weltsozialforums" zu zahlen.




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