07. Juni 2008 09:06

Austro-Banken 

Sparzinsen steigen wieder

Europas Notenbanker schließen eine Zinserhöhung nicht mehr aus. Die heimischen Banken feilen bereits an besseren Sparbuch-Konditionen.

Sparzinsen steigen wieder

Der Kurswechsel der ­Europäischen Zentralbank (EZB) in Richtung höherer Leitzinsen lässt Österreichs Anleger auf steigende Sparzinsen hoffen.

Auf dem Geldmarkt (auf dem sich Banken mit Liquidität versorgen) sind die Zinsen bereits gestiegen. Für die Austro-Banken Grund genug, um schon jetzt an einer Verbesserung ihrer Konditionen zu feilen. Steigen dann wie erwartet im Juli auch noch die Leitzinsen, sollten die Sparzinsen auf breiter Front steigen.

"Aus heutiger Sicht wird es mit den Sparzinsen aufwärtsgehen“, so Maximilian Erben, Produktmanager für Einlagen bei der Erste Bank. Wenn sich die Geldmarktzinsen (sie sind die Basis für die Berechnung der Sparzinsen) im Juni weiter auf dem aktuell hohen Niveau bewegen, werde die Erste Bank wohl die Zinsen für variabel verzinstes Geld mit 15. Juli um 0,25 Prozentpunkte anheben.

Ähnliches gelte auch für Kapitalsparbücher: "Auch hier sehe ich Luft nach oben. Als Neukunde würde ich auf jeden Fall auf den Juli warten“, erklärt der Experte.

Top-Konditionen.
Schnell reagiert hat die Bawag PSK: „Angesichts der höheren Geldmarktzinsen haben wir die Heimspielbonus-Aktion bei der PSK Bank verlängert. Hier gibt es weiterhin den Achtel-Prozentpunkt zusätzlich auf das 12-Monats-Kapitalsparbuch“, so Bawag PSK-Sprecher Thomas Heimhofer.

Zudem hat die Direktbank easybank eben erst die Zinsen für ihr Produkt easy geldmarkt angehoben. Ab sofort winken für eine Laufzeit von 12 Monaten bis zu 4,6 Prozent. „Wir beobachten wie sich der Markt entwickelt und bleiben am Ball“, versichert Heimhofer.

Und auch die Experten bei der Bank Austria haben ihre Taschenrechner gezückt und sind am Kalkulieren: „Auf der Sparzinsseite sind bereits Überlegungen da, aber für etwas Konkretes ist es momentan noch zu früh“, macht es ein Sprecher für die Sparer spannend.

Überraschung
EZB-Chef Jean-Claude Trichet hatte erst am Donnerstag dieser Woche zur Bekämpfung der steigenden Inflation überraschend eine Erhöhung der Leitzinsen für den Euro-Raum von aktuell 4 auf 4,25 Prozent in Aussicht gestellt.

Der EZB-Rat wird diesen Zinsschritt voraussichtlich im Juli beschließen. (egc)




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