02. Jänner 2009 10:04

Turbulenzen 

Staat schickt Aufpasser für Wiener Medici-Bank

Die kleine Bank leidet unter den Folgen des Madoff-Skandals. Der Vorstand hat seinen Rücktritt erklärt, einer soll wiederbestellt werden.

Staat schickt Aufpasser für Wiener Medici-Bank

Die kleine Wiener Medici-Bank - zu drei Viertel im Besitz der Gründerin Sonja Kohn und zu einem Viertel der Bank Austria - soll unter aufsichtsrechtliche Kuratel. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat den Wiener Wirtschaftsprüfer Gerhard Altenberger als Regierungskommissär eingesetzt. Er überwacht nun alle Geschäfte der Bank.

Von Seiten der Bank Austria hieß es, dass Risiko für die Bank sei mit 1,5 Mio Euro Buchwert begrenzt.

Die Bank will den Bescheid bekämpfen. Die Bankjuristen sähen ihn als "gesetzeswidrig", weil keine Gefahr für Kundenvermögen bestünde.

Rücktritt des Vorstands
Medici-Bankchef Peter Scheithauer und Vorstand Werner Tripolt haben mit heutiger Wirkung ihren Rücktritt erklärt. Für Scheithauer soll es nach Angaben aus dem Umfeld der kleinen Bank einen internationalen Experten als Nachfolger geben, Tripolt könnte möglicherweise wiederbestellt werden. Ein heftiges juristisches Tauziehen hat nach APA-Informationen eingesetzt. Unter den Eigentümern soll es ebenfalls kein Einvernehmen mehr geben zum Zukunftskonzept, heißt es.

Weil die Medici-Bank bei den von ihr an andere institutionelle Investoren vertriebenen Fonds dem schillernden Betrüger Madoff aufgesessen ist, ist die kleine Wiener Bank in Schieflage geraten.




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