15. September 2009 11:35

Finanzkonzern 

Staatshilfe für ING - EU legt sich quer

Einem Zeitungsbericht zufolge will die EU-Kommission die Staatsbürgschaft über 22 Mrd. Euro nicht genehmigen.

Staatshilfe für ING - EU legt sich quer
© APA

Die Europäische Kommission ist einem Zeitungsbericht zufolge derzeit nicht bereit, eine Staatsbürgschaft für den niederländischen Finanzkonzern ING in Höhe von 22 Mrd. Euro zu genehmigen. Die Wettbewerbshüter kritisierten, dass die Hilfe zu großzügig ausfalle, berichtete "De Volkskrant" am Dienstag. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes werde dem niederländischen Finanzministerium jedoch weitere sechs Monate geben, um die Angelegenheit zu prüfen, hieß es weiter.

ING und das Finanzministerium wollten zu dem Bericht nicht Stellung nehmen. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte, die Entscheidung werde für Dienstag erwartet, nannte aber keine Einzelheiten.

Aktien fielen
Die Aktien des Konzerns, der in Deutschland und Österreich mit der Direktbank IngDiba vertreten ist, gaben zu Handelsbeginn rund fünf Prozent nach. In dem Bericht hatte es auch geheißen, dass ein Ausfall der Bürgschaft ING größeren Schaden zufügen würde.

Die EU-Kommission hatte die staatliche Hilfe im März für sechs Monate vorübergehend gebilligt, aber eine weitere Prüfung angekündigt. Um die Kapitaldecke des ING-Konzerns zu stärken, will der niederländische Staat eine Bürgschaft für riskante Wertpapiere über 22 Mrd. Euro übernehmen. Damit sollen 80 Prozent des kriselnden Portfolios abgedeckt werden.




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