17. Oktober 2007 07:48

Große Nachfrage 

Strabag heillos überzeichnet

Das Feedback auf die Präsentationen des Bau-Konzerns war auch im Ausland gut. Die Aktie wird wohl über 47 Euro kosten.

Strabag heillos überzeichnet
© APA

Die Meldungen über den Börsegang der Strabag werden immer euphorischer. Aktienhändler berichten über eine sechs- bis siebenfache Überzeichnung der Emission zum aktuellen Stand. Und zwei Tage läuft die Zeichnungsfrist für institutionelle Investoren noch.

Für Kleinanleger wurde die Bestellmöglichkeit schon am vergangenen Freitag geschlossen, weil das für diesen Bereich vorgesehene Kontingent schon hoffnungslos überzeichnet war.

Der Preis wird am oberen Ende des mit 42 bis 48 Euro festgelegten Preisbandes liegen. Insider gehen von einem Wert zwischen 47 und 47,50 Euro aus.

Auf dem Graumarkt wird das Strabag-Papier derzeit mit 50 bis 51 Euro gehandelt. Anleger, die auch tatsächlich Aktien bekommen, können also davon ausgehen, dass sie schon bei Erstnotiz am Freitag einen Gewinn gemacht haben werden.

Unmut in Banken
Kurzfristig trauen Experten der Strabag ein Plus von zehn Prozent zu. Kleinanleger, die Papiere des Bau-Konzerns über eine Raiffeisen Bank, die Erste Bank oder eine Sparkasse bestellt haben, sollen - wenn möglich - bis zu 250 Stück bevorzugt zugeteilt bekommen. Diese Institute sind im Konsortium für den Börsegang. Wer seine Order über eine andere Bank getätigt hat, könnte eine böse Überraschung erleben. In der Branche kursiert das Gerücht, das fremde Banken sehr wenig Material zur Verteilung bekommen werden. Es herrscht deswegen schon einiger Unmut.

Wenig Material
Bawag-Sprecher Thomas Heimhofer befürchtet bereits, "dass wir sehr wenig kriegen werden". In der BA-CA heißt es offiziell, man könne vor Freitag noch nichts sagen. Ein BA-CA-Mann, der nicht genannt werden will, meint aber: "Ich rechne mit einer sehr schlechten Behandlung durch die Emissionsbanken."

Das Strabag-Management unter Hans Peter Haselsteiner befindet sich bis zum Schluss auf internationaler Investoren-Roadshow. Nach Warschau am Montag und Moskau am Dienstag ist heute London an der Reihe. Das Feedback soll überall gut gewesen sein.

alp, ÖSTERREICH




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