14. Oktober 2007 18:45

Singapore Airlines 

Superjumbo A380 jetzt ausgeliefert

In Toulouse in Südfrankreich hat am Montag die feierliche Auslieferung des ersten Superjumbos A380 begonnen.

Superjumbo A380 jetzt ausgeliefert
© AFP

Mit 18 Monaten Verspätung hat Airbus am Montag seinen ersten Superjumbo A380 ausgeliefert. Das größte Passagierflugzeug der Welt wurde in einer feierlichen Zeremonie an die Singapore Airlines übergeben. "Heute beginnt ein neues Kapitel in der Luftfahrtgeschichte", jubelte Airbus-Chef Thomas Enders vor Hunderten geladenen Gästen und Journalisten.

Einen Tag später sollte der zweistöckige "Gigant der Lüfte" nach Singapur starten. Der erste kommerzielle Flug ist für den 25. Oktober nach Sydney vorgesehen, der Liniendienst beginnt am 28. Oktober. "Es gibt eine neue Königin im Himmel", sagte Singapore-Airlines-Chef Choon Seng. Der Superjumbo sei das Warten wert gewesen.

Insider-Affären bei EADS
Überschattet wurde die Airbus-Party von der Insideraffäre beim Mutterkonzern EADS. Zahlreiche der Top-Manager in Toulouse stehen unter dem Verdacht, mit illegalem Wissen um A380-Lieferengpässe 2005 und 2006 Aktien verkauft zu haben. Die Produktionsprobleme insbesondere bei der Verkabelung verzögerten die Auslieferung des mit bis zu 850 Sitzen größten Langstreckenjets der Welt mehrfach, einige Kunden müssen bis zu zwei Jahre länger als versprochen auf ihre Maschinen warten.

Produktionsprobleme
Die Produktionsprobleme insbesondere bei der Verkabelung verzögerten die Auslieferung des mit im Schnitt 525 Sitzen ausgestatteten Langstreckenflugzeuges mehrfach, einige Kunden müssen bis zu zwei Jahre länger warten. Airbus-Chef Thomas Enders betonte am Montag erneut, das Prestigeprogramm sei noch nicht über den Berg.

2008 kommen 13 Maschinen
Enders mahnte am Montag erneut, das Prestigeprogramm sei noch nicht über den Berg. "Die Serienproduktion bleibt eine große Herausforderung", sagte er in Toulouse. Im kommenden Jahr will Airbus zunächst 13 Maschinen ausliefern, 2009 soll die Produktion auf 25 und 2010 auf 45 Flugzeuge hochgefahren werden.

Listenpreis bei 320 Mio. Dollar
Airbus hat inzwischen 189 Bestellungen, der Listenpreis liegt bei 320 Mio. Dollar (226 Mio. Euro). Um mit dem auf mehr als zwölf Mrd. Euro geschätzten Programm Gewinn zu machen, müsste der Flugzeugbauer laut Analysten rund 470 Jumbos verkaufen. Eine Marke, die nach Ansicht von Verkaufschef John Leahy kein Problem darstellt. Er rechnet mit einem Potenzial von "weit mehr als 800 Maschinen."

A400M-Jungfernflug verschiebt sich
Der Jungfernflug des Airbus-Militärtransporters A400M verschiebt sich wohl noch weiter nach hinten. Der erste Flug sei wohl nicht vor Juli 2008 zu erwarten, sagte Airbus-Programm-Manager Tom Williams am Montag in Toulouse am Rande der Feierlichkeiten zur Auslieferung des ersten Großraumfliegers A380.

Ursprünglich sollte der Transporter im Jänner 2008 erstmals abheben. Dieser Termin wurde aber bereits auf Mai verschoben. "Mai ist das interne Ziel, aber ich persönlich denke, dass das erste Flugzeug nicht vor Juli fliegen wird", sagte Williams. Dies könnte den geplanten Auslieferungstermin im Oktober 2009 gefährden, fügte er hinzu.




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