23. Oktober 2009 10:52

Golde Handshake 

Telekom Austria baut weiter Personal ab

520 Mitarbeiter verlassen das Unternehmen.

Telekom Austria baut weiter Personal ab
© Kemmayer

Das Programm der Telekom Austria (TA) zum Personalabbau läuft schneller als programmiert, sagte Unternehmenschef Hannes Ametsreiter am Freitag in Wien bei der Gewinn-Messe. 520 Mitarbeiter hätten bisher das Angebot zum vorzeitigen Ausscheiden angenommen, deutlich mehr als geplant. Das Unternehmen will bis zum Jahresende 1.250 Stellen abbauen.

Schleppend aber doch geht der Wechsel von TA-Beamten zur Polizei über die Bühne. Neun Mitarbeiter haben bisher den Sprung gewagt, weitere 17 werden derzeit gerade ausgewählt. Es sei ein "Projekt, das sich gut anlässt", so die Bewertung von Ametsreiter.

Das Geschäft in Osteuropa "war zuletzt schwierig, aber wir glauben daran" sagte Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter am Freitag in Wien auf der Gewinn-Messe. Als Beispiel nannte er Weißrussland, wo es zwar ein Wachstum des Geschäfts von 20 bis 30 Prozent gebe, zugleich aber auf Dollarbasis eine Abwertung um mehr als ein Viertel. Liquidität sei aber kein Problem, da sich die TA über einen Bond Geld beschafft habe. Außerdem habe man die Preise um 12 Prozent erhöht.

Alarmanlagen gehen gut
Ametsreiter wiederholte sein Versprechen, als Dividende mindestens 75 Cent je Aktie auszuzahlen. Das entspreche derzeit einer Rendite von sechs Prozent, warb er um neue Aktionäre. Das Festnetz sei derzeit im Vergleich zum Mobilfunk zu teuer, räumte Ametsreiter auf eine Frage aus dem Publikum ein. Allerdings verhindere die Regulierungsbehörde, dass die Telekom Austria ein Kombipaket aus Festnetz, Internet und Mobiltelefonie um 19,90 anbietet. Wenn nun Hutchison um 9 Euro 3 Gigabyte Daten im Mobilnetz anbiete, seien Pakete im Festnetz ab 20 Euro zu hoch. Ihm seien aber die Hände gebunden. Ametsreiter würde sich auch Flatrates für das Festnetz wünschen, wie sie in Deutschland möglich seien, in Österreich aber vom Regulator untersagt würden.

Sehr gut laufe derzeit der Absatz von Alarmanlagen. 15.000 Haushalte seien ausgestattet, täglich würden 50 bis 100 verkauft. Sobald ein Bundesland eine Förderung - bis zu einem Drittel der Kosten - auflege, gebe es einen Schub. In einem weiteren Bundesland werde es bald soweit sein. Hier sei die Zusammenarbeit mit der Polizei auch sehr gut - "eventuell sogar mit ehemaligen Telekom-Austria-Mitarbeitern", so Ametsreiter mit Augenzwinkern.




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