20. November 2008 15:39

Laut Nemsic 

Telekom-Personal könnte zur Polizei wechseln

Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic kann sich vorstellen, dass die beamteten Mitarbeiter, die in den kommenden Jahren abgebaut werden, zur Exekutive wechseln.

Telekom-Personal könnte zur Polizei wechseln
© APA-FOTO: HANS KLAUS TECHT

Ein "Arbeitsmarktservice für Beamte" solle Leute aus staatsnahen Betrieben im Umfeld des Bundes vermitteln - "zum Beispiel zur Polizei". Das sagte Nemsic im Interview mit der am Freitag erscheinenden Ausgabe des "Format".

"Recht auf Arbeit"
In dem Interview wies Nemsic die heftige Kritik an seinem Plan, in den kommenden Jahren 2.500 Festnetz-Mitarbeiter abzubauen, erneut zurück und holte zum Gegenschlag gegen den Betriebsrat aus. "Es gibt ein Recht auf Arbeit, aber kein Recht auf einen bestimmten Sessel in einer bestimmten Firma." Die Telekom bemühe sich seit langem, den Betroffenen mit Umschulungen und Co. zu helfen. "Aber alles wurde von der Personalvertretung konsequent verhindert."

7.000 Jobs sind sicher
Auch bei seinem Vorgänger im Festnetzbereich sparte der Konzernchef nicht mit Kritik. "Ich muss jetzt die Versäumnisse der letzten vier Jahre ausbügeln", so Nemsic, der die Festnetzsparte vor drei Monaten selbst übernahm. In diesem Zeitraum sei beim Personal und bei den Strukturen nichts passiert. "Deswegen müssen die Programme jetzt leider härter ausfallen." Die verbleibenden knapp 7.000 Jobs sieht Nemsic abgesichert.

1.000 zusätzliche Polizisten
Am Donnerstag beschloss die Koalition zusätzliche Planstellen zur Ausbildung von Sicherheitspersonal. Innenministerin Maria Fekter hatte zuvor von 1.000 entsprechenden Planstellen gesprochen. Diese Zahl habe man vereinbart, sagte Darabos.




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