13. März 2008 14:21

Festnetzbereich 

Telekom will 1.000 Leasingkräfte loswerden

Der Personalabbau in der Festnetzsparte soll noch im April starten - wegen der vielen unkündbaren Beamten sind zunächst die Leasingkräfte dran.

Telekom will 1.000 Leasingkräfte loswerden

Der Stellenabbau im Festnetzbereich der Telekom Austria nimmt konkrete Formen an und sorgt für Zwist zwischen den beamteten Mitarbeitern und den Leasingkräften. Laut ORF hat der Vorstand ein Mail an die Führungskräfte geschickt, wonach ab April keine Leasingkräfte mehr bestellt werden sollen. Alle Leasingkräfte, die nicht im unmittelbaren Kundenkontakt stehen, sollen bis Mitte Mai ihren Einsatz für die Telekom beenden. Die Rede ist von rund 1.000 betroffenen Personen.

Jeder Zehnte weg
Betriebsrat Michael Kolek kennt zwar keine konkreten diesbezüglichen Pläne, will aber im Zweifelsfall auch lieber Leasingkräfte statt fixe Mitarbeiter abbauen. Den Betroffenen stößt das sauer auf, sie sprechen von einer reinen "Beamtengewerkschaft". Im Festnetzbereich arbeiten rund 9.700 Menschen.

Harter Sparkurs
Erst kürzlich hatte die börsenotierte Telekom eine Kostensenkung um 10 Prozent angekündigt. Heuer sollen die Ausgaben um bis zu 40 Mio. Euro, 2009 um weitere 70 Mio. Euro reduziert werden. Dem Vernehmen nach schlägt die Unternehmensberatung McKinsey vor, dass 65 Prozent davon aus dem Personalbereich kommen sollen. Da nach früheren Frühpensionierungs-Wellen immer noch 65 Prozent unkündbare Beamte sind, bemüht sich die Telekom derzeit um eine Lockerung des Beamtendienstrechts.

Weniger Gewinn
Die Telekom musste Ende Februar einen Gewinnrückgang bekannt geben. Grund dafür waren niedrigere Erträge in Österreich und Finanzierungskosten für die Expansion in Weißrussland, Serbien und Mazedonien. Dennoch will die Telekom für 2007 eine unveränderte Dividende auszahlen. Unter der "schlechten" Bilanz hatte sofort die TA-Aktie zu leiden. Die Telekom verlor innerhalb einer Woche 1,5 Mrd. Euro an Börsewert.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |