25. August 2009 09:00

In der Krise 

Topverdiener werden zur Kasse gebeten

Österreich liegt mit seinem Spitzensteuersatz im oberen Bereich.

Topverdiener werden zur Kasse gebeten
© sxc

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG rechnet angesichts der Finanzkrise damit, dass Spitzenverdiener weltweit stärker zur Kasse gebeten werden. "Auch wenn in den letzten sieben Jahren die Spitzensteuersätze stetig gesunken sind, ist davon auszugehen, dass spätestens jetzt der Sinkflug gestoppt ist", erklärte KPMG-Steuer-Experte Ernst Gröbl. Es gebe bereits erste Anzeichen für eine Trendwende, da einige Länder angesichts von Haushaltslöchern Spitzenverdiener stärker belasten wollen.

Unter anderem habe Irland seinen Spitzensteuersatz in diesem Jahr um fünf Prozentpunkte auf 46 Prozent erhöht. In Großbritannien sei sogar ein Anhebung um zehn Punkte ab 2010 beschlossen worden. Eine weltweite KPMG-Studie verzeichnete von 2003 bis 2009 eine durchschnittliche Kürzung der Spitzensteuersätze um 2,3 Prozentpunkte, im letzten Jahr habe der Rückgang nur noch 0,3 Punkte betragen.

Österreichs Spitzensteuersatz wird nicht erreicht
Europaweit den höchsten Steuersatz für Topverdiener hat Dänemark mit 62,3 Prozent. In Schweden liegt er bei 56,7 Prozent. Österreich liegt laut der KPMG-Studie momentan mit einem Spitzensteuersatz von 50 Prozent im europaweiten Vergleich im "oberen Bereich". Allerdings wird dieser Steuersatz real nicht erreicht, da die geringeren Sozialversicherungsbeiträge die Belastung deutlich senken.




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