20. Februar 2008 11:50

EURO 2008 

Tourismus-Beschäftigte fühlen sich gefoult

Die Fußball-Europameisterschaft EURO 2008 bringt für die Beschäftigten im Tourismus Mehrarbeit, die sie gerne entsprechend abgegolten hätten.

Tourismus-Beschäftigte fühlen sich gefoult
© Daneshmandi

Bis jetzt ist immer noch keine Einigung für die Arbeitsregelung während der EM mit den Arbeitgebern erzielt worden, was die Gewerkschaft erzürnt. "Da wollen anscheinend einige Unternehmer mit Preiserhöhungen während der EURO 2008 ordentlich abkassieren, den Tourismusbeschäftigten aber nichts davon abgeben - das ist ein grobes Foul noch vor dem Anpfiff", ärgert sich der Vorsitzender der Lebensgewerkschaft vida, Rudolf Kaske, über die Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer.

Teure Taxi-Rechnungen
Konkret geht es der Gewerkschaft um eine Präzisierung der derzeitigen gesetzlichen Regelungen. Als Beispiel nannte die vida die Bezahlung von Taxi-Rechnungen, da durch die ausgedehnten Öffnungszeiten die Beschäftigen zu Zeiten nach Hause kommen müssen, an denen keine Öffis mehr fahren. Die vida will daher einen Sonderkollektivvertrag während des Fußballfestes für die davon betroffenen Bundesländer Wien, Salzburg, Kärnten und Tirol.

Die Gewerkschaft appelliert an die Landeshauptleute der EM-Bundesländer, mögliche Verordnungen für eine Aufhebung der Sperrstunden beziehungsweise deren Verlängerung von einer "ordentlichen" Regelung für die Arbeitnehmer abhängig zu machen.




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