16. Juni 2009 14:29

Bis Ende 2009 

Turbo Schuh schließt seine Türen

Der Diskonter wird bis Ende 2009 vom Markt verschwinden. Auch der Verkauf der Mutterfirma Stiefelkönig durch die Eigentümerin BAWAG ist nach wie vor nicht vom Tisch.

Turbo Schuh schließt seine Türen
© www.turboschuh.at

Die Stiefelkönig-Diskontlinie Turbo Schuh soll bis Ende 2009 vollkommen vom Markt verschwinden. Nachdem der Verkaufsprozess der BAWAG-eigenen Schuhhandelskette Stiefelkönig im Vorjahr ins Stocken geraten ist, hat die Bank eine andere Strategie eingeschlagen und trennt sich nun paketweise von einzelnen Vertriebslinien. Die erste Marke, die verkauft wird, ist Turbo Schuh - Delka soll Ende 2010 folgen.

Der Stiefelkönig-Verkauf durch die BAWAG ist aber nach wie vor nicht vom Tisch, sagte Stiefelkönig-Geschäftsführer Oliver Wieser. "Wenn es der Markt zulässt, wird sicher wieder an einen Verkauf gedacht werden."

Erste Filialen weg
Bereits im März wurde bekannt, dass 15 Turbo Schuh-Filialen an Deichmann verkauft werden. Der Verkauf weiterer zwei Pakete zu je 10 Geschäften wird gerade verhandelt. An wen die Standorte gehen, wollte Wieser unter Berufung auf "laufende Verhandlungen" nicht sagen. Vier Turbo Schuh-Geschäfte, die in C&A-Verkaufsflächen angesiedelt waren, werden von der Modekette zurückgenommen. Fünf Filialen in Österreich und Slowenien gehen an einzelne Schuhhändler. Etwa vier bis fünf Standorte werden übrig bleiben und geschlossen.

Krise
Aufgrund der momentan schwierigen Lage stocken die Verkaufshandlungen für Stiefelkönig ein wenig, sagte Wieser. Grund sei aber auch, dass die Käufer alle Mitarbeiter der Turbo Schuh-Geschäfte übernehmen müssen. "Das ist Bedingung", so Wieser. Am Ende des Tages sollten fast alle Mitarbeiter einen Job haben - entweder beim jeweiligen Käufer oder bei Stiefkönig. Einige wenige Kündigungen seien aber natürlich trotzdem nicht zu vermeiden.

Gesamtpaket
Insgesamt gibt es derzeit 35 Turbo-Schuh-Geschäfte in Österreich, drei in Kroatien und zehn in Slowenien. Der ursprüngliche Plan, Turbo Schuh als Gesamtpaket an einen einzelnen Bewerber zu verkaufen, ist nicht aufgegangen. Deshalb wird nun in Teilpaketen verkauft. Was mit Delka passiert, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar - lediglich, dass die Vertriebsschiene bis Ende 2010 ebenfalls verkauft werden soll.




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