08. Juli 2008 13:49

Inflation zu hoch 

Unsere Wirtschaft steht im EU-Vergleich gut da

Bei dem für heuer prognostizierten Wirtschaftswachstum liegt Österreich mit 2,2 Prozent über dem Schnitt der Eurozone.

Unsere Wirtschaft steht im EU-Vergleich gut da
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Österreichs Wirtschaft steht im EU-Vergleich gut da: Das Wirtschaftswachstum liegt über dem EU-Schnitt. Bei der Teuerung hingegen schneidet Österreich schlechter, bei der Arbeitslosigkeit deutlich besser ab.

Wachstum wird auf 2,2 Prozent sinken
Das Wirtschaftswachstum (BIP) in Österreich wird heuer laut aktueller Statistik der Wirtschaftskammer (WKÖ) von 3,4 auf 2,2 Prozent und 2009 auf 1,8 Prozent sinken. In der Eurozone geht man für heuer von einem BIP-Wachstum von 1,7 Prozent aus, das 2009 auf 1,5 Prozent schrumpfen wird. In der EU-27 wird das BIP-Wachstum heuer 2,0 Prozent und 2009 1,8 Prozent betragen. Deutschland schneidet mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 1,8 Prozent und einem Rückgang auf 1,5 Prozent für 2009 deutlich schlechter als Österreich ab. Das höchste Wirtschaftswachstum verzeichnet die Slowakei mit 7,0 Prozent für 2008.

Inflationsrate über EU-Schnitt
Die Inflationsrate in Österreich wird heuer mit durchschnittlich 3 Prozent über der Prognose der Eurozone von 2,8 Prozent liegen. Für 2009 erwartet die Eurozone eine Teuerungsrate von 2,1 Prozent, Österreich geht von 2,0 Prozent aus. In der EU-27 wird die Teuerung heuer 3,0 Prozent betrage. Mit einer Inflationsrate von 2,1 Prozent schneidet Deutschland wesentlich besser ab. Am stärksten steigen die Preise in Lettland mit einer Teuerungsrate von 15,0 Prozent.

Im Mai kletterte die Inflation in Österreich allerdings auf 3,7 Prozent und erreichte damit den höchster Stand seit 15 Jahren. In der Eurozone geht der Preisauftrieb ebenfalls weiter: Nach einer vorläufigen Schätzung des EU-Statistikamtes Eurostat erreichte die durchschnittliche Inflationsrate für die 15 EU-Länder im Juni 4,0 Prozent. Das ist der höchste jemals verzeichnete Wert seit Beginn der Aufzeichnung des harmonisierten Verbraucherpreisindex 1997.

Arbeitslosenrate unter EU-Schnitt
Deutlich günstiger als im EU-Schnitt hat sich in Österreich der Arbeitsmarkt entwickelt. Für heuer wird eine Arbeitslosenrate von 4,2 Prozent erwartet, die 2009 leicht auf 4,3 Prozent steigen könnte. Nach den zuletzt verfügbaren Eurostat-Daten betrug die Arbeitslosenrate im Mai 4,1 Prozent, damit lag Österreich gemeinsam mit Estland im EU-27-Vergleich an 4. Stelle. Für die Eurozone wird für heuer eine Arbeitslosenquote von 7,2 Prozent erwartet, die 2009 auf 7,3 Prozent steigen dürfte. In den 27 EU-Ländern wird die Arbeitslosenrate heuer 6,8 Prozent betragen. In Deutschland liegt die Arbeitslosenrate heuer mit 7,3 Prozent über dem Schnitt der Eurozone. Mit der höchsten Arbeitslosigkeit in der EU hat die Slowakei mit einer Quote von 9,8 Prozent zu kämpfen.

Erstellt wurden die im Juni 2008 aktualisierten Daten von der Wirtschaftskammer (WKÖ) basierend auf Statistiken der EU-Kommission, der OECD, des WIIW und von Eurostat.




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