27. Jänner 2009 10:54

Vorsteuerergebnis 

VIG erzielt trotz Finanzkrise 24% Plus

Die Vienna Insurance Group (VIG) ist auch im Vorjahr unaufhaltsam gewachsen. Trotzdem verzichten die Vorstände auf ihre Bonus-Zahlungen.

VIG erzielt trotz Finanzkrise 24% Plus

Während täglich Konzerne über Verluste infolge der globalen Finanzkrise berichten, laufen die Uhren bei Österreichs größtem Versicherungskonzern, der börsennotierten Vienna Insurance Group (VIG), anders.

Im vergangenen Jahr gelang VIG-Generaldirektor Günter Geyer jedenfalls eine Punktlandung. „Wir sind beinahe das einzige börsennotierte Versicherungsunternehmen, das seine Prognose nicht nach unten revidiert hat“, betont Geyer. Wie geplant konnte der Gewinn um 24% auf knapp 540 Mio. Euro gesteigert werden. Die verrechneten Konzern-Prämieneinnahmen kletterten nach vorläufigen Geschäftszahlen um 16,1% auf 8,32 Mrd. Euro.

Starkes Ost-Geschäft
In Österreich steigerte der Konzern die Prämieneinnahmen um 2,4% auf 3,94 Mrd. Euro. In Zentral- und Osteuropa (CEE) legten die Prämien trotz der abflauenden Konjunktur um 35,6% auf 4,17 Mrd. Euro zu, womit erstmals über 50 Prozent der Gruppenprämien in der CEE-Region erwirtschaftet wurden.

Obwohl die VIG alle ihre Ziele erreicht habe, werden die Vorstände für das abgelaufenen Geschäftsjahr wegen „des nicht gerade rosigen Umfelds“ auf ihre variablen Bonuszahlungen verzichten, so Geyer. Diese würden im Schnitt rund 65 bis 70 Prozent der Fixgehälter ausmachen.

Freuen können sich über das sehr gute Ergebnis der VIG hingegen alle Aktionäre. So sind als Dividende erneut zumindest 1,10 Euro je Aktie vorgesehen.

Spannende Zukunft
Für heuer wollte Geyer keine detaillierte Prognose abgeben. Im Wesentlichen hänge die Ergebnisentwicklung von den Kapitalmärkten ab. Geyer ist aber überzeugt, dass wieder ein gutes Ergebnis erzielt werde. Die bisherige konservative Veranlagungspolitik werde weitergeführt, in Osteuropa sollen die Chancen mit 16 Mio. Kunden genutzt und die Zusammenarbeit mit der Erste Group intensiviert werden.

Aus dem Einstieg in die private Krankenversicherung in Osteuropa sollen bis 2013 zusätzlich 200 Mio. ­Euro Prämieneinnahmen kommen. Auf- und ausgebaut wird dort auch die Rechtsschutzsparte zusammen mit der Arag-Versicherung.




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