20. August 2009 10:15

Wiener Städtische 

VIG machte weniger Gewinn

Im internationalen Branchenvergleich war das erste Halbjahr aber "sehr gut".

VIG machte weniger Gewinn

Die Vienna Insurance Group erzielte im ersten Halbjahr 2009 weniger Gewinn. Der Konzerngewinn vor Steuern lag bei 230,25 Mio. Euro, so die Versicherung. Im Vergleich zur Vorjahresperiode bedeute dies wegen der schwierigen Situation auf den Kapitalmärkten sowie Sondereffekten aus dem Verkauf der BA-CA Versicherung und der rumänischen Unita einen Rückgang von 20,1 Prozent.

Im Vergleich "sehr gut"
Im internationalen Branchenvergleich sei dies "ein sehr gutes Ergebnis", schreibt die Wiener Städtische. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2007, also der Situation vor zwei Jahren, habe man das Ergebnis um 7 Prozent steigern können. Der Periodenüberschuss betrug im ersten Halbjahr 190 Mio. Euro (-17 Prozent), das Konzernergebnis nach Minderheiten 179,8 Mio. Euro (-13,4 Prozent).

Plus bei Prämien
Die verrechneten Prämien beliefen sich auf 4,25 Mrd. Euro, ein Plus von 0,9 Prozent auf Euro-Basis. Auf lokaler Währungsbasis stiegen die verrechneten Konzern-Prämien um 6,3 Prozent. Die abgegrenzten Konzernprämien stiegen auf Euro-Basis um 4,1 Prozent auf 3,61 Mrd. Euro und auf lokaler Währungsbasis um 9,7 Prozent.

Die Zahlen liegen leicht unter den Erwartungen: Analysten hatten im Mittel ein Vorsteuerergebnis von 239,7 Mio. Euro (minus 16,9 Prozent), ein Konzernergebnis von 189,5 Mio. Euro (minus 8,8 Prozent) und Bruttoprämien von 4,27 Mrd. Euro (plus 1,4 Prozent) prognostiziert.

Die Combined Ratio des Konzerns nach Rückversicherung (ohne Berücksichtigung von Veranlagungserträgen) lag bei 95,5 Prozent und habe sich damit - entgegen den Markttrends - sogar leicht verbessert. Der Schadensatz stieg vor allem bedingt durch Unwetterschäden in Höhe von netto rund 20 Mio. Euro um 1,6 Prozentpunkte, während der Kostensatz des Konzerns um 2,1 Prozentpunkte gesenkt wurde. Dies entspricht 36 Mio. Euro. Die durch Unwetterschäden hervorgerufenen Belastungen - vorwiegend in Österreich und der Tschechischen Republik - hätten somit durch die kostensenkenden Restrukturierungsmaßnahmen mehr als kompensiert werden können.

Das Finanzergebnis sank um 23,8 Prozent auf 471,58 Mio. Euro. Das Minus reflektiere die anhaltend schwierige Situation auf den Kapitalmärkten. Die Einmaleffekte durch den Verkauf von BA-CA Versicherung und Unita im Vorjahr (325 Mio. Euro) machten einen Vergleich mit dem Vorjahreswert nur eingeschränkt möglich.

Die Kapitalanlagen des Konzerns betrugen per Ende Juni 25,08 Mrd. Euro (plus 2,2 Prozent). Das Eigenkapital des Konzerns stieg um 8,5 Prozent auf 4,49 Mrd. Euro.




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